Liqui Moly, Ernst Probst

Ernst Prost bleibt auch nach der Übernahme durch Würth Chef der auf Motorenöle und -additive spezialisierten Liqui Moly. - Bild: Liqui Moly

Prost bleibt auch weiterhin Geschäftsführer von Liqui Moly. Gegenüber der Südwest Presse erklärte er seine Entscheidung, die Firmenanteile zu verkaufen so: „Es geht einfach um die Zukunft von Liqui Moly. Darum, unsere 800 Arbeitsplätze auf lange Sicht sicher zu stellen.“ Am heutigen Donnerstag will Prost die Liqui-Moly-Mitarbeiter über den Verkauf informieren. Das berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Der Ulmer Traditionskonzern erwirtschaftete vergangenes Jahr mit etwa 800 Mitarbeitern einen Umsatz von knapp 500 Millionen Euro. Die Würth-Gruppe, die vor allem im Großhandel im Bereich Befestigungs- und Montagetechnik tätig ist, ist um ein Vielfaches größer. 2016 erzielte die Gruppe mit ihren gut 71.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 11,8 Milliarden Euro.

In einem Schreiben an die Belegschaft des Schmierstoffherstellers heißt es laut Bild-Zeitung: "Wir sind bestens aufgestellt. Damit sich daran auch in Zukunft nichts ändert, habe ich unsere Firma in größere und stärkere Hände abgegeben und zum Jahreswechsel an die Adolf Würth GmbH & Co KG verkauft."

Würth soll bereits seit fast zwanzig Jahren stiller Teilhaber des Unternehmensverbunds Liqui Moly gewesen sein. Prost soll als angestellter Geschäftsführer weiter für das Unternehmen tätig sein, so das Blatt.