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Zeiss hat im Geschäftsjahr 2016/17 das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte eingefahren. - Bild: Zeiss

Faktenübersicht Zeiss Geschäftsjahr 2016/17

  • Umsatz wächst zweistellig auf 5,348 Milliarden Euro
  • EBIT steigt auf 770 Millionen Euro
  • Positiver Beitrag aller Sparten
  • Zuwächse bei Zukunftstechnologie EUV
  • ZEISS setzt weiter auf Innovation, Investitionen weltweit und Expansion

Die EBIT-Marge steigt laut Unternehmen auf über 14 Prozent. Der um starke zwölf Prozent gesteigerte Auftragseingang liegt demnach bei nunmehr 5,625 Milliarden Euro und unterstreicht die Wachstumsambitionen des Technologiekonzerns

„Alle vier Sparten – Research & Quality Technology, Medical Technology, Vision Care/Consumer Products und Semiconductor Manufacturing Technology – liegen auf oder über ihren Zielrenditen und tragen positiv zum erfolgreichsten Geschäftsjahr in der Geschichte von ZEISS bei“, sagte Prof. Dr. Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG, bei der Jahrespressekonferenz in Stuttgart.

„Diese Entwicklung war und ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis enormer Anstrengungen aller Mitarbeiter und Partner über einen langen Zeitraum“, so Kaschke. Auch die konsequente Umsetzung der strategischen Agenda zeige nun Wirkung und habe die Wettbewerbsfähigkeit deutlich erhöht: „Mit Investitionen in moderne Innovations- und Kundenzentren, in globale Partnerschaften und in strategische Erweiterungen haben wir uns voll und ganz auf die Bedürfnisse unserer Kunden ausgerichtet“, erklärte Kaschke die Unternehmensstrategie.

Positive Entwicklung aller Sparten

Zeiss Sparten
Grafik: Zeiss

Zeiss: Die Kennzahlen

Knapp 90 Prozent des Umsatzes erzielt Zeiss außerhalb Deutschlands. Größte Wachstumsregion bleibt Asien/Pazifik (APAC) mit einem Umsatz von nunmehr 1,270 Milliarden Euro. Das entspricht einem währungsbereinigten Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr (1,123 Milliarden). Allein in China liegt der Umsatz bei 598 Millionen Euro (Vorjahr: 504 Millionen). Der währungsbereinigte Umsatz in Schwellenländern überschreitet die Milliardenschwelle auf 1,181 Milliarden Euro (Vorjahr: 995 Millionen). Von dem enormen Wachstum in diesen Märkten profitieren auch die deutschen Standorte. Größter Einzelmarkt ist für Zeiss weiterhin die USA mit rund einer Milliarde Euro.

Im Geschäftsjahr 2016/17 steigert Zeiss seine Investitionen in Forschung und Entwicklung um rund 27 Prozent auf 552 Millionen (Vorjahr: 436 Millionen). Auch die Investitionen in Sachanlagen wurden auf 183 Millionen erhöht (Vorjahr: 154 Millionen). Dem gegenüber stehen Abschreibungen in Höhe von 160 Millionen Euro (Vorjahr: 155 Millionen). „Die mutige, globale Investitionsstrategie von Zeiss ist ein Grundpfeiler unseres langfristigen Wachstumskurses. Seit 2010 haben wir dafür rund 1,45 Milliarden Euro aufgewendet“, sagt Thomas Spitzenpfeil, Finanzvorstand der Carl Zeiss AG.

Die Nettoliquidität steigt enorm und liegt zum Bilanzstichtag bei 1,986 Milliarden Euro (30.09.2016: 568 Millionen). Besonders der Einstieg von ASML bei der Carl Zeiss SMT und eine Kapitalerhöhung bei der Carl Zeiss Meditec AG tragen zu dem enormen Liquiditätsaufbau bei. Das Eigenkapital des Konzerns liegt bei 3,429 Milliarden Euro, was einer nahezu verdoppelten Eigenkapitalquote von 47 Prozent entspricht. Bedingt durch höhere Vorräte und gestiegene Forderungen liegt der Free Cashflow trotz des gestiegenen EBIT bei 658 Millionen Euro (Vorjahr: 709 Millionen).

Michael Kaschke
Zeiss setzt im Geschäftsjahr 2016/17 den Wachstumskurs fort. Prof. Dr. Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG, gibt bei der Jahrespressekonferenz in Stuttgart einen neuen Rekordumsatz und -ergebnis bekannt. - Bild: Zeiss

Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter steigt um sechs Prozent. Zum Bilanzstichtag arbeiteten weltweit 26.945 Mitarbeiter für Zeiss (Vorjahr: 25.433). Mit über 569 neuen Mitarbeitern verzeichnet Deutschland den stärksten Zuwachs. Hier erhöht sich die Zahl der Beschäftigten auf 11.339 (Vorjahr: 10.770).

Ausblick: „Wachstum durch mutige Kursentscheidungen“

Auch wenn die Wachstumsdynamik in einigen Schwellenländern etwas nachlässt, sind die Konjunkturprognosen weltweit gut bis sehr gut und werden nur von einigen wenigen Risikofaktoren getrübt. „Die positive Wirtschaftslage gibt uns natürlich Rückenwind, aber man gewinnt am Ende nur, wenn man auch Verantwortung übernimmt und mutige Kursentscheidungen trifft“, sagte Kaschke.

Um den Erfolg langfristig zu sichern, müsse man im immer härteren Wettbewerb bestehen. Die Unternehmensstrategie Zeiss Agenda 2020 mit ihrem Fokus auf Innovationen, zielgerichtete Investitionen und Geschäftsexpansion in Zukunftsgebiete gelte dabei als Kompass, die solide Finanzlage gebe dafür den notwendigen Spielraum. „Mit innovativen Produkten und Lösungen begreifen wir technische und gesellschaftliche Veränderungen wie die Digitalisierung und den demografischen Wandel als große Wachstumschance“, so Kaschke mit Blick auf das neue Geschäftsjahr. 2017/18 geht Zeiss von einem leichten organischen Umsatzplus und einer ähnlichen EBIT-Rendite aus.

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