Michael Kaschke

Michael Kaschke, Vostandsvorsitzender der Carl Zeiss AG: "Eingeleitete Programme zeigen Wirkung." - Bild: Zeiss

Das Programm zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zeigt nach Angaben der Zeiss Gruppe Wirkung. So steigerte der Technologiekonzern der optischen Industrie im ersten Halbjahr sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber dem Vorjahreswert um 90 Mio Euro auf 280 Mio Euro. Den Umsatz hob die Zeiss Gruppe um 5 % auf 2,322 Mrd Euro empor.

„Die eingeleiteten Programme zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zeigten positive Wirkungen“, meinte der Vorstandsvorsitzende der Carl Zeiss AG, Dr. Michael Kaschke. „Diese werden wir weiter fortführen, um so unsere vielfach führende Position behaupten und ausbauen zu können.

Laut Kaschke ist die erste Geschäftsjahreshälfte insgesamt gut gelaufen. Die Sparte Research & Quality, die die Unternehmensbereiche Metrology und Microscopy umfasst, steigerte ihren Umsatz im ersten Halbjahr um 12 % auf 719 Mio Euro und die Sparten Medical Technology und Vision Care/Consumer Optics erhöhten den Umsatz um 8 % auf 621 beziehungsweise 530 Mio Euro.

Der Umsatz der Sparte Semiconductor Manufacturing Technology reduzierte sich jedoch um 13 % auf 419 Mio Euro. Zeiss begründete dies mit einer schwachen Nachfrage auf dem Halbleitermarkt. Der Umsatzrückgang sei erwartet worden. Dem Unternehmen zufolge zeigten sich jedoch positive Signale bezüglich der EUV-Technologie (extrem ultra violet).
Knapp 90 % des Umsatzes wurden dabei außerhalb Deutschlands generiert. In der Region Asien/Pazifik wurde der Umsatz um 16 % auf 548 Mio Euro gesteigert.

Kaschke sieht die zunehmende Digitalisierung als große Chance, um besonders in den Bereichen Gesundheit und Industrie 4.0 neue Wachstumsmärkte zu besetzen und zu gestalten: „Die Digitalisierung ermögliche auch, die Bedürfnisse der Kunden noch stärker zu fokussieren.“

Zeiss rechnet trotz einer abnehmenden Wachstumsdynamik in den Schwellenländern und einer vorerst weiteren Stagnation im Halbleitermarkt auch in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres mit weiterem Wachstum: „Durch unsere konzernweiten Programme zur Wettbewerbssteigerung konnten wir unsere ambitionierten Ziele im ersten Halbjahr erreichen“, sagte der Vorstandsvorsitzende. „Weil wir weiter konsequent unsere Kostenstrukturen und unsere Effizienz optimieren, gehen wir 2015/16 von einem leichten Umsatzplus und einer leicht gesteigerten EBIT-Rendite aus“, sagte Kaschke.