ZF hatte bereits Ende vergangenen Jahres einige vorläufige Kennzahlen veröffentlicht, sich aber

ZF hatte bereits Ende vergangenen Jahres einige vorläufige Kennzahlen veröffentlicht, sich aber zur Gewinnentwicklung noch nicht geäußert. - Bild: ZF Friedrichshafen

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen sei 2014 “zufriedenstellend” verlaufen. “Ergebnisseitig werden wir 2014 besser herauskommen als im Vorjahr”, kündigte deshalb ZF-Friedrichshafen-Chef Stefan Sommer an.

Der Automobilzulieferer hatte bereits Ende vergangenen Jahres einige vorläufige Kennzahlen veröffentlicht, sich aber zur Gewinnentwicklung noch nicht geäußert.

Demnach dürfte der Hersteller von Getrieben, Achsen und anderen Produkten im vergangenen Jahr mehr als 18 Milliarden Euro umgesetzt haben. Die operative Marge liegt nach den Aussagen von Sommer dabei über dem Wert aus dem Jahr 2013. Damals hatten die Friedrichshafener eine Umsatzrendite von 4,5 Prozent erzielt. Im laufenden Jahr, so hatte der Manager bereits im Dezember angekündigt, wolle man die Ziel-Rendite von sechs Prozent erreichen.

Der Auftragseingang habe sich zu Jahresbeginn sehr heterogen gezeigt. Während die Order im Pkw-Bereich erwartungsgemäß gut anliefen, zeige sich das Geschäft mit den Nutzfahrzeugen schwach. Gerade in Europa hoffe man im Jahresverlauf auf eine anziehende Nachfrage. Auf Gesamtjahressicht dürfte der Nfz-Absatz in Europa aber nur das Vorjahresniveau erreichen. Nordamerika werde dagegen weiter wachsen. “In China sehe ich auch eher eine flache Entwicklung”, sagte der Manager.

Ganz anders sei dagegen das Bild auf den Pkw-Märkten. Gerade in den USA sorge der niedrige Öl-Preis für anziehende Auto-Verkäufe. Und auch in China sieht Sommer trotz leicht abflauender Konjunktur im laufenden Jahr ein Absatzwachstum im “sehr starken einstelligen Prozentbereich”. Für den US-Markt rechnet ZF derweil mit weiter steigenden Umsätzen. 2014 habe ZF dort Erlöse von rund 4,5 Milliarden US-Dollar erzielt, im laufenden Jahr dürften es rund 5,2 Milliarden werden, 2016 bereits 5,5 Milliarden.

Zuletzt hatte sich bei ZF jedoch die Aufmerksamkeit weniger auf das operative Geschäft, denn auf die Milliardenübernahme des Zulieferers von Sicherheits- und Fahrassistenzsystemen TRW Automotive gerichtet. Die Abwicklung des Deals laufe nach Plan, ein Abschluss sei weiterhin für das erste Halbjahr 2015 geplant, sagte der Konzernlenker auf einer vorangegangenen Pressekonferenz auf der Detroit Motor Show.

Dow Jones Newswires/Marina Reindl