ZF Stefan Sommer

VW kündigte Sparmaßnahmen an, von denen auch ZF betroffen sein könnte. - Bild: ZF Friedrichshafen

Es seien Sparmaßnahmen angekündigt. Darunter seien auch Projekte und Fahrzeuge, für die ZF Produkte liefere. "Das können wir heute nicht abschätzen, ob in welchem Maße wir da betroffen sind. Aber wir schauen uns das natürlich sehr sorgenvoll an", sagte Sommer im Interview mit Dow Jones Newswires am Rande der Automesse in Detroit.

Der Imageschaden für die deutsche Autoindustrie sei "schon immens", sagte Sommer mit Blick auf die Manipulationsaffäre. So sei der Diesel-Anteil in den USA und auch in Asien zwar sehr gering. Sollte zukünftig jedoch in Europa nicht mehr der hohe Diesel-Anteil an den Verkäufen erzielt werden, dann gebe es zukünftig Probleme, die CO2-Regularien der EU zu erfüllen.

Umsatzziel bestätigt?

Erste Eckdaten für das operative Geschäft im vergangenen Jahr nannte ZF derweil auch. So wurde Sommer in einer ZF-Pressemitteilung indirekt zitiert, er bestätige das Umsatzziel von 29 bis 30 Milliarden Euro für 2015. Ebenso werde ZF die Ergebnisziele erreichen, hieß es in der Mitteilung des Unternehmens. Im Interview wollte sich der Manager darauf jedoch nicht mehr festlegen. "Wir haben unsere Zahlen noch nicht zusammen", sagte er. Deswegen könnten das alles nur Zahlen sein, "die im Augenblick eine grobe Abschätzung sind", sagte er weiter.

Im Sommer hatte der Automobilzulieferer eine operative Marge vor Zinsen und Steuern (EBIT) von etwa fünf Prozent, sowie eine EBITDA-Marge von mehr als zehn Prozent für 2015 in Aussicht gestellt. Sommer betonte, Details zum Ergebnis des vergangenen Jahres werde das Unternehmen erst auf der Bilanzpressekonferenz nennen.

Auf das aktuelle Jahr blickte ZF-Chef Sommer dagegen recht optimistisch. In Nordamerika erwarte er weiterhin stabiles Wachstum. Der westeuropäische Pkw-Markt werde moderat zulegen. In China zeigten sich derzeit starke Volatilitäten. Dennoch sehe er China auch in diesem Jahr wieder als Wachstumstreiber.