Stefan Sommer: "ZF will sich stärker als bisher im Volumensegment engagieren, zugleich aber seine

Stefan Sommer: "ZF will sich stärker als bisher im Volumensegment engagieren, zugleich aber seine Erfahrungen im Premiumbereich nutzen, um TRW stärker als Innovationsführer bei Fahrerassistenz und Fahrzeugsicherheit zu entwickeln." - Bild: ZF

Wie ZF-Vorstandschef Stefan Sommer der Branchenzeitung “Automobilwoche” sagte, werden dazu die Lieferantenportfolios der beiden Unternehmen analysiert.

ZF – der Zulieferer ist vor allem im Gebiet der Fahrwerk- und Antriebstechnik unterwegs – will sich stärker als bisher im Volumensegment engagieren, zugleich aber seine Erfahrungen im Premiumbereich nutzen, um TRW stärker als Innovationsführer bei Fahrerassistenz und Fahrzeugsicherheit zu entwickeln, wie Sommer ausführte.

Auch kulturell werde das Unternehmen einen großen Sprung machen, kündigte Sommer an: Die Sprache für Boardmeetings und Kommunikation wird Englisch werden. Die zentrale Konzernführung soll aber in Friedrichshafen am Bodensee bleiben. Der TRW-Hauptsitz in Livonia wie auch die ZF-Nordamerika-Zentrale in Northville – beide im US-Bundesstaat Michigan – werden erweitert. “An beiden Standorten wollen wir in vollem Umfang festhalten”, versprach Sommer.

Internationale Aufstellung in den Märkten im Fokus

Wie Sommer bereits im Dezember in einem Interview mit dem “Wall Street Journal” gesagt hatte, rechnet der Automobilzulieferer, der mit TRW nach Umsatz zu den größten weltweit zählen wird, 2025 mit einem Umsatz von deutlich mehr als 50 Milliarden Euro. Bei der Übernahme sei es ZF allerdings nicht so sehr um die reine Größe eines kombinierten Konzerns gegangen, sondern eher um das Technologie-Portfolio und die internationale Aufstellung in den Märkten, hatte Sommer damals betont.

ZF als Hersteller von Produkten rund um die Fahrwerks- und Antriebstechnik habe sich die globalen Mega-Trends angeschaut. Im Bereich der Elektromobilität könne ZF selbst viele Produkte, wie beispielsweise elektrische Antriebe, liefern. Fahrassistenz- und Sicherheitssysteme sowie Produkte für das autonome Fahren entwickelt und produziert hingegen TRW. Gemeinsam wolle man zukünftig “alles aus einer Hand” anbieten können.

Dow Jones Newswires/Evelyn Mahlik