Getriebefertigung bei ZF: Im bald zu Ende gehenden Jahr erwartet das Traditionsunternehmen Erlöse

Getriebefertigung bei ZF: Im bald zu Ende gehenden Jahr erwartet das Traditionsunternehmen Erlöse von rund 15,5 Mrd Euro (Bild: ZF).

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–”Die Konjunkturindikatoren sind nicht eindeutig – wir gehen für ZF aber von weiteren Marktanteilsgewinnen und einem Umsatzwachstum von rund 1 Mrd Euro aus”, sagte Vorstandschef Hans-Georg Härter am Donnerstag.

Im bald zu Ende gehenden Jahr erwartet das Traditionsunternehmen vom Bodensee Erlöse von rund 15,5 Mrd Euro. “Nach 38% Umsatzwachstum im Jahr 2010 erzielen wir in diesem Jahr mit 20% Zuwachs im Gesamtkonzern erneut Wachstumsraten weit oberhalb des Branchendurchschnitts”, erklärte Härter. “Wir bleiben in der Erfolgsspur”.

Im September hatte ZF Friedrichshafen die Prognose angehoben und seither Einnahmen von 15 Mrd Euro angepeilt. Zuvor war ein Umsatz von rund 14,2 Mrd Euro erwartet worden.

Regional legte der Getriebespezialist 2011 mit einem Plus von 40% vor allem in Nordamerika zu. Nachdem ZF in den USA fast ein halbes Jahrzehnt lang Verluste geschrieben hatte, kündigte Härter Anfang des Jahres ein massives Investitionsprogramm für den Markt an, mit dem der Umsatz dort mehr als verdoppelt werden soll. In Osteuropa lag der Zuwachs in diesem Jahr bei mehr als 30%. Nach enormen Steigerungsraten in der Region Asien-Pazifik in den vergangenen Jahren schwächte sich die dortige Dynamik dagegen etwas ab (+10%).

Das Pkw-Premiumsegment zeige sich robust, von einer konjunkturelle Eintrübung sei keine Spur, sagte Härter. Das Segment kleinerer Wagen sei dagegen zuletzt etwas unter Druck geraten. “Allen Fahrzeugklassen gemein ist, dass die Endkunden nach wirtschaftlicher und Ressourcen schonender Technik verlangen – ein Trend, von dem wir mit unseren langlebigen und Kraftstoff sparenden Produkten enorm profitieren”.