Getriebefertigung bei ZF: Nach deutlichen Umsatzzuwächsen in den ersten acht Monaten des Jahres hat

Getriebefertigung bei ZF: Nach deutlichen Umsatzzuwächsen in den ersten acht Monaten des Jahres hat das Unternehmen vom Bodensee auf der IAA in Frankfurt die Messlatte für 2011 höhergelegt (Bild: ZF).

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Zuvor hatte ZF Friedrichshafen ein Umsatzplus von 10% erwartet. 2010 hatten das Traditionsunternehmen Einnahmen von 12,9 Mrd Euro erwirtschaftet. Die weltweit hohe Nachfrage nach energieeffizienten und wirtschaftlichen Produkten habe das Unternehmen wachsen lassen, erklärte Vorstandschef Hans-Georg Härter. Von Januar bis August habe das Umsatzplus bei sogar 23% gelegen. “Der US-Markt entwickelt sich sehr dynamisch. Er ist keine Problemzone mehr, sondern auf gutem Weg, eine Musterregion zu werden”, sagte der ZF-Vorstandsvorsitzende. In Nordamerika lag der Erlöszuwachs von Januar bis August bei fast der Hälfte.

Nachdem ZF in den USA fast ein halbes Jahrzehnt lang Verluste geschrieben hatte, kündigte Härter Anfang des Jahres ein massives Investitionsprogramm für den Markt an. Zwischen 2011 und 2013 will der Stiftungskonzern rund 400 Mio Euro in das US-Geschäft stecken; der Umsatz dort soll sich bis 2015 auf 4 Mrd Euro jährlich mehr als verdoppeln.

Auch in allen anderen zentralen Regionen wuchs ZF im bisherigen Jahresverlauf. “Besonders freut uns, dass wir trotz der schwächer werdenden Konjunktur weiterhin steigende Auftragseingänge verbuchen”, sagte Härter. Dank der hohen Nachfrage speziell nach Getrieben will ZF die Kapazitäten erweitern. So soll unter anderem der Standort Saarbrücken ausgebaut werden. Zudem will ZF Friedrichshafen für rund 300 Mio Euro im US-Bundesstaat South Carolina ein neues Getriebewerk, bauen.