ZF Friedrichshafen

ZF Friedrichshafen, hier das Hauptquartier am Bodensee, hat eine Landesgesellschaft im Iran gegründet. - Bild: ZF Friedrichshafen

Die im Iran verkauften Pkw, Lkw und Busse stammen laut ZF vorwiegend aus lokaler Fertigung. Nachdem die Produktion durch die Wirtschaftssanktionen der Vereinten Nationen, der EU und der USA in den vergangenen Jahren stark gedrosselt war, gehen Marktbeobachter nun von einer spürbar anziehenden Nachfrage aus. "Der iranische Markt bietet viel Potenzial", sagt Matthias Benz, Senior Vice President Corporate Market im ZF-Konzern.

"Mit der neuen Landesgesellschaft wollen wir unsere bestehenden Aktivitäten dort bündeln, aber zugleich neue Geschäftsfelder erschließen und neue Kunden gewinnen." Dies umfasse auch Geschäftsbeziehungen mit Kooperationspartnern der neuen Division Aktive & Passive Sicherheitstechnik sowie der Aftermarket-Organisation ZF Services. Die vorerst rund zehn Mitarbeiter der ZF Pars SSK haben ihren Sitz in der Hauptstadt Teheran; perspektivisch sollen – analog zum Ausbau der Geschäftstätigkeit – weitere Mitarbeiter hinzukommen.

Die Gesellschaftsgründung ist laut Unternehmen nicht das erste geschäftliche Engagement von ZF im Iran: Das Unternehmen ist nach eigener Aussage dort seit rund 30 Jahren aktiv und seit Mitte der 1980er Jahre auch mit 16,7 Prozent an dem Joint Venture S.S. Charkheshgar beteiligt.

In dem Werk in Tabriz im Nordiran werden Nutzfahrzeuggetriebe gefertigt, die vor allem in Stadtbussen eingesetzt werden. "ZF hat damit schon in der Vergangenheit einen Beitrag geleistet, die Infrastruktur in dem Land aufrechtzuerhalten und die Lebensumstände der Bevölkerung zu verbessern", sagt Benz. Die Geschäftstätigkeit dieses Joint Ventures, das neben der neuen Landesgesellschaft ZF Pars SSK weiterhin bestehen bleibt, soll nun weiter intensiviert werden; auch eine Modernisierung der Produktionsanlagen ist vorgesehen.

ZF Friedrichshafen