ZF Friedrichshafen haldex übernahme

Die Kartellbehörden haben laut ZF Friedrichshafen der Übernahmen von Haldex zugestimmt. - Haldex

Wie der Konzern aus Friedrichshafen am Mittwochabend weiter mitteilte, kontrolliert das Unternehmen mittlerweile einen Gesamtanteil von 21,24 Prozent an den Schweden. Zudem befinde man sich in Gesprächen mit weiteren wichtigen Investoren, um die Beteiligung weiter aufzustocken.

ZF Friedrichshafen hatte zuvor eine Erhöhung des Angebotspreis für Haldex auf 110 von vorher 100 schwedische Kronen je Aktie in bar bekanntgegeben. Haldex wird damit mit 4,85 Milliarden Kronen oder umgerechnet gut 500 Millionen Euro bewertet. ZF bietet nun genauso viel wie Knorr-Bremse. Haldex unterstützt jedoch die Offerte von ZF.

In einem Interview mit dem Handelsblatt in der Donnerstagausgabe sagte ZF-Chef Stefan Sommer, sein Konzern plane das Nutzfahrzeuggeschäft kräftig ausbauen. "Wir investieren rund eine Milliarde Euro inklusive des Kaufpreises für Haldex", erklärte der Manager. Im Nutzfahrzeuggeschäft setzt das Unternehmen vom Bodensee derzeit 3,5 Milliarden Euro um.

Sommer bestreitet, dass sich ZF mit seiner Expansionsstrategie übernehme. "Wir fokussieren uns seit dem vergangenen Jahr auf TRW und aktuell auf Haldex und können beides finanziell und organisatorisch gut stemmen - auch weil wir bei der TRW-Integration gut vorankommen." Auch die Ziele bei der Entschuldung seien durch die Ausgaben für Haldex nicht gefährdet. "Es gibt keine Indikation, dass wir von unseren Zielen abweichen werden. Spätestens Ende 2017 wollen wir den Investmentgrade mit einem Verschuldungsgrad um 1 im Vergleich zum EBITDA wieder erreicht haben", sagte Sommer.

ZF hatte 2014 den Wettbewerber TRW für 13,5 Milliarden US-Dollar übernommen und sich dadurch wichtige Zukunftstechnologien für die Zukunftsthemen autonomes Fahren und Elektroautos gesichert.

Die 10 größten Automobilzulieferer weltweit

  • Michelin

    Michelin, der Reifenhersteller aus Frankreich belegt Platz zehn. Der Umsatz von 21.199 Millionen Euro reichte nicht aus, um den neunten Platz aus dem Vorjahr zu verteidigen. - Bild: Michelin

  • Johnson Controls

    Als einzige US-amerikanische Firma in den Top Ten kommt Johnson Controls auf Platz neun. Der Hersteller von Sitzen und Start-Stopp-Batterien setzte 23.866 Millionen Euro um – und rutschte damit im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze ab. - Bild: Johnson Controls

  • Bridgestone/Firestone

    Der weltweit größte Reifenhersteller Bridgestone/Firestone aus Japan erreicht mit einem Umsatz 24.094 Millionen Euro Platz acht. - Bild: Bridgestone/Firestone

  • Aisin

    Von Platz acht auf Platz sieben konnte sich Aisin verbessern. Der Hersteller von Getriebe, Bremssystemen, Karosserie- und Motorenteilen setzte 24.104 Millionen Euro um. - Bild: Aisin

  • ZF Friedrichshafen

    Einen großen Sprung machte ZF Friedrichshafen, der Konzern verbesserte sich von Platz elf in 2014, auf jetzt Platz sechs mit einem Umsatz von 27.434 Millionen Euro. ZF stellt Fahrwerks- und Antriebssysteme, aber auch Elektronik und Software her. - Bild: ZF Friedrichshafen

  • Hyundai Mobis

    Cockpit-, Frontend- und Chassismodule aus Südkorea: Hyundai Mobis belegt mit einem Umsatz von 28.096 Millionen Euro Platz fünf. - Bild: Hyundai Mobis

  • Magna

    Den vierten Platz macht Magna: Der kanadische Konzern stellt hauptsächlich Karosserie- und Fahrwerksysteme sowie Exterieur-Ausstattungen her. Der Umsatz betrug 29.408 Millionen Euro. - Bild: Magna

  • Denso

    Der japanische Hersteller Denso belegt mit einem Umsatz von 34.292 Millionen Euro Platz drei. Das Unternehmen produziert Klimasysteme, Motorsteuerungen und Human-Machine-Interfaces. - Bild: Denso

  • Continental

    Wie im Vorjahr auf Platz zwei: Continental. Der Umsatz des Reifenherstellers, der auch Brems-, Fahrwerk- und Sicherheitssysteme produziert, betrug 39.232 Millionen Euro. - Bild: Continental

  • Bosch

    Den ersten Platz belegt Bosch. Der Hersteller von Antriebs-, Sicherheits- und Komfortsystemen nimmt den Spitzenplatz ein, so wie bereits im letzten Jahr. Der Umsatz betrug 41.700 Millionen Euro. - Bild: Bosch