Zumtobel schreibt rote Zahlen

Zumtobel schreibt rote Zahlen. - Bild: Zumtobel Group/Wikimedia/CC BY-SA 4.0

Die Zumtobel-Aktie brach in Reaktion auf die Zahlen an der Börse in Wien um fast 17 Prozent ein. Auch Aktien von Osram und dem niederländischen Leuchtspezialisten Signify gaben nach. Die Baader Bank wertete vor allem den Rückgang beim Eigenkapital im vierten Quartal als negativ.

Auch Zumtobel-Chef Alfred Felder zeigte sich enttäuscht. 2018/19 soll nun ein "Übergangsjahr" werden, um das operative Geschäft zu stabilisieren. Es seien "grundlegende organisatorische und strategische Veränderungen zusammen mit konkreten Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen in allen Funktionsbereichen notwendig, hieß es. Die neue Strategie soll bis September vorliegen. Auch Mittelfristziele soll es erst dann wieder geben.

Vorerst rechnet Zumtobel mit einem Umsatzrückgang im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres. Das Gruppen-Ebit (19,7 Millionen Euro) soll sich aber leicht verbessern. Angesichts der geplanten Umstrukturierungen sei jedoch mit Einmalbelastungen zu rechnen.

2017/18 ging der Umsatz um 8,2 Prozent auf 1,196 Milliarden Euro zurück. Fast 80 Prozent der Produkte sind inzwischen LEDs. Allein Währungseffekte, insbesondere die Aufwertung des Euro zum britischen Pfund und Schweizer Franken, hätten den Umsatz mit 31,5 Millionen Euro belastet. Allerdings wäre der Umsatz auch ohne diese Effekte um 5,8 Prozent zurückgegangen.

Der operative Gewinn (Ebit) drehte mit 7,3 Millionen Euro ins Minus (Vorjahr: 45,8 Millionen Euro plus). Auch die Verschuldung stieg um mehr als die Hälfte von 91 Millionen Euro auf 146,3 Millionen Euro.

Besonders stark war der Umsatzrückgang im Bereich Leuchten (Lighting Segment) mit 9,2 Prozent auf 908,3 Millionen Euro. Der Umsatz mit Komponenten (Components Segment) fiel um 6,5 Prozent auf 352,7 Millionen Euro. In Amerika ging der Umsatz um ein Drittel auf 29,7 Millionen Euro zurück. In Nordeuropa fiel der Umsatz um 20,4 Prozent auf 271,8 Millionen Euro, im DACH-Raum um 6,3 Prozent auf 357,7 Millionen Euro. Zuwächse gab es in Osteuropa (plus 10,4 Prozent auf 182,8 Millionen Euro).

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