Ölpreisentwicklung laut OPEC-Bericht

Einen Wiederanstieg der Ölpreise erwartet die OPEC laut Bericht vom Dezember. Quelle Grafik: OPEC-Bericht Dezember 2015

Der jährliche Opec-Bericht fällt in eine Zeit, in der die Ölpreise angesichts eines anschwellenden Überangebots auf den tiefsten Stand seit 2004 gefallen sind. In ihrem Ausblick zum Weltölmarkt sagt die Opec einen Anstieg ihres Korbpreises auf 70 US-Dollar bis zum Jahr 2020 voraus. Bis zum Jahr 2040 soll er auf 95 Dollar steigen. Der Korbpreis der Opec wird aus dem Durchschnittspreis für 13 wichtige Ölsorten der Opec gebildet. Am Montag lag der Korbpreis bei 30,74 Dollar.

"Die steigenden Kosten der Ölförderung werden die Ölpreise langfristig die Höhe treiben", erklärte die Opec. Ein Großteil der zusätzlichen Förderung stammte in den letzten Jahren aus kostspielig zu erschließenden Lagerstätten in den USA und Kanada.

Neben der Konkurrenz aus Nordamerika ist die Opec auch mit der Rückkehr des Iran an die globalen Ölmärkte konfrontiert. Nach dem Wegfall der Sanktionen wird das Land seine Exporte kräftig erhöhen.

Anfang Dezember hatte die Opec trotz der tiefen Ölpreise an ihrer Fördermenge festgehalten. Die zwölf Mitgliedsstaaten des Kartells pumpen damit weiter Öl auf Rekordniveau in die ohnehin überversorgten Märkte. Im bisherigen Jahresverlauf betrug die tägliche Förderung mehr als 31 Millionen Barrel. Die offizielle Fördergrenze der Opec liegt bei 30 Millionen Barrel. Diese Grenze wurde nicht angetastet.

Die Opec rechnet damit, dass ihre Förderung bis 2019 auf 30,6 Millionen Barrel sinkt. Das wäre mehr als 1 Million Barrel weniger als im November, als die Opec 31,7 Millionen produzierte, der höchste Stand seit drei Jahren.