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Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) stößt mit ihrem Vorstoß zum Rückkehranspruch bei Arbeitgebern auf Kritik. - Bild: BMAS

"Der Entwurf der Nahles-Beamten ist eine Überdosis Bürokratie. Die Regulierung erreicht das Gegenteil von flexibler Arbeitsgestaltung", monierte der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes BDA, Steffen Kampeter, am Mittwoch in Berlin.

Nahles hatte bereits im September angekündigt, einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf eine Rückkehr von Teilzeit auf Vollzeit einzuführen. Bisher gibt es nur einen Anspruch auf geringere Arbeitszeiten. Betroffen sind davon hauptsächlich Frauen, weil sie sich wesentlich häufiger um die Erziehung der Kinder und pflegebedürftige Angehörige kümmern.

Der Gesetzentwurf, aus dem erste Details bekannt geworden sind, nimmt kleinere Unternehmen von der geplanten Regelung aus. Erst ab 15 Mitarbeitern soll ein Betrieb das Rückkehrrecht auf eine volle Stelle gewähren müssen. Der oder die Beschäftigte muss zudem mindestens ein Jahr bei dem Unternehmen arbeiten. Nach der Rückkehr zur ursprünglichen Arbeitszeit soll er oder sie eine erneute Reduzierung der Arbeitszeit frühestens nach einem Jahr verlangen können.

Der Wirtschaft geht der Vorstoß der SPD-Politikerin zu weit. "Der Vorschlag greift einseitig in das Recht des Arbeitgebers ein, Lage und Dauer der Arbeitszeit im Betrieb zu bestimmen", sagte BDA-Chef Kampeter.