BDI-Präsident Hans-Peter Keitel lobt das bisherige Krisenmanagement der Kanzlerin ausdrücklich und

BDI-Präsident Hans-Peter Keitel lobt das bisherige Krisenmanagement der Kanzlerin ausdrücklich und spricht sich vehement gegen Eurobonds aus (Bild: BDI).

BERLIN (ks). “Ich hoffe sehr, dass Frau Merkel den Forderungen nach Eurobonds oder unbegrenzten Anleihekäufen durch die EZB standhält”, sagte Keitel der “Rheinischen Post”. “Hier läuft derzeit eine Diskussion nach dem Motto: Wer bietet mehr.” Der BDI-Präsident lobte das bisherige Krisenmanagement der Kanzlerin ausdrücklich. “Die Kanzlerin ist eine der ganz wenigen in Europa, die den Herausforderungen dieser Krise auch fachlich und inhaltlich gewachsen ist”, sagte Keitel.

Deutschland sei in einer völlig anderen Situation als die anderen Euro-Staaten. Deutschland werde immer nur in der Geberrolle sein. “In dem Moment, in dem Deutschland als größtes Land im Euro-Raum Hilfe der anderen bräuchte, wäre es aus mit dem Euro”, warnte Keitel. Deshalb sei neben akuten Sofortmaßnahmen der Politik ein neuer Vertrag für den Euro notwendig.

Eurobonds könnten wenn überhaupt nur das Endergebnis eines schwierigen und für viele schmerzhaften Integrationsprozesses sein, so Keitel. “Wir dürfen aber nicht zuerst Eurobonds einführen und hinterher versuchen, die Schäden zu reparieren, die sie bei einer verfrühten Einführung anrichten.”