Laut Branchenverband WSM müssen sich metallverarbeitende Unternehmen ab Oktober bei der

Laut Branchenverband WSM müssen sich metallverarbeitende Unternehmen ab Oktober bei der Rechnungsstellung und -prüfung umstellen. - Bild: fotomek - Fotolia.com

(ks). “Vor allem der Mittelstand, der in Deutschland überwiegend in Personenunternehmen tätig ist, würde durch eine Vermögensabgabe massiv benachteiligt”, sagte Holger Lösch, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, am Mittwoch in Berlin vor der Beratung dieses Themas am heutigen Donnerstag im Bundestag. Anlass ist der Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, eine Vermögensabgabe einzuführen.

Für die Unternehmen hätte eine Vermögensabgabe dem BDI zufolge dramatische Folgen: In den nächsten zehn Jahren wäre kaum eine Rendite zu erwarten. Die Bereitschaft, im nächsten Jahrzehnt in Unternehmen zu investieren, werde sinken. “Unternehmen, die ihre Investoren zehn Jahre lang vertrösten müssen, haben keine Chance im internationalen Wettbewerb um Anlagekapital. Das verringert Investitionen und gefährdet Arbeitsplätze, Energieeffizienzmaßnahmen, Forschung und Entwicklung.”

Selbst hohe Freibeträge und eine Deckelung der Vermögensabgabe, welche die Besteuerung der Substanz von Unternehmen vermeiden soll, könnten die negative Wirkung einer Vermögensabgabe lediglich abmildern. “Anstatt riskante Vorschläge für neue Einnahmequellen zu entwickeln, sollte die Politik den Fokus auf effizienteren Umgang mit den Steuereinnahmen auf Rekordhöhe richten”, so Lösch.