Nicht Spekulanten oder Ratingagenturen sind schuld an der Finanzkrise, sondern die Politik, die es

Nicht Spekulanten oder Ratingagenturen sind schuld an der Finanzkrise, sondern die Politik, die es nicht schafft, die von ihr verursachten Schulden in den Griff zu bekommen, so BDI-Präsident Hans-Peter Keitel (Bild: BDI).

BERLIN (ks). “Die Politik hat die Wurzeln für die aktuelle Unsicherheit an den Finanzmärkten gelegt, nicht etwa Spekulanten und Ratingagenturen. Es liegt nun an der Politik, das notwendige Vertrauen wiederherzustellen”, sagte Keitel laut einem aktuellen Artikel der Welt Online. Es wäre bitter, wenn politisch verursachte Vertrauensverluste die weltweit guten Aussichten deutscher Firmen zunichte machten, so Keitel.

In vielen Industrieländern hätten die Schuldenstände historische Höchstmarken erreicht, die dringend reduziert werden müssten. Hier müssten die Politiker den Bürgern reinen Wein einschenken: „Es ist unmöglich, immer neue Staatsschulden aufzutürmen.“

Für die aktuelle Panik an den Börsen besteht aber laut Keitel kein realwirtschaftlicher Anlass. Trotz gestiegener Risiken rund um den Globus hätten deutsche Unternehmen und die deutsche Volkswirtschaft allerbeste Chancen, auch zukünftig zu den Globalisierungsgewinnern zu gehören.

Außerdem vermisse Keitel in der Politik einen langen Atem. Keitel warf auch der schwarz-gelben Koalition in Berlin vor, im Aufschwung zu wenig zu sparen. „Nun steigt in Deutschland selbst bei geradezu historischen Wachstumsraten von mehr als drei Prozent im zweiten Jahr in Folge die Staatsverschuldung weiter. Lediglich der Zuwachs nimmt ab.“