Flagge Großbritannien

Standard & Poor's macht Ernst: Die größte US-Ratingagentur hat Großbritannien die Top-Bonität entzogen. - Bild: kru

Die Bonität erreiche jetzt nur noch AA, teilte die Agentur mit. Bislang hatte Großbritannien bei S&P die Bestnote von AAA gehabt.

S&P befürchtet nach dem Brexit-Votum ein weniger effektives und weniger stabiles politisches Umfeld. Zudem könnten sich die Finanzierungsbedingungen für das Land verschlechtern. Wegen der Befürworter der EU in Nordirland und Schottland stehe das ganze Land vor einer Zerreißprobe.

Negativer Ausblick

Den Ausblick für das Rating sieht S&P weiterhin als negativ an. Damit würden die Risiken für die Wirtschaftsentwicklung, den Fiskalhaushalt und die Rolle des Pfund Sterling als Reservewährung berücksichtigt.

Auch Fitch stuft Großbritannien ab

Auch die Ratingagentur Fitch hat dem Land eine schlechtere Bonitätsnote verpasst. Sie lautet nun nur noch "AA" nach zuvor "AA+". Der Ausblick ist negativ.

Fitch begründete die Abstufung am Montagabend mit den negativen Folgen des Brexit für Wirtschaft, öffentliche Finanzen und politische Kontinuität. Die Analysten erwarten, dass sich das britische Wirtschaftswachstum kurzfristig "abrupt" verschlechtern wird. Für dieses Jahr rechnet Fitch nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,6 Prozent. Bislang sah die Ratingagentur die britische Wirtschaft um 1,9 Prozent wachsen.