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Die britische Industrie hat im November ihre Produktion kräftig erhöht. - Bild: Pixabay

Wie die Statistikbehörde berichtete, legte die industrielle Erzeugung um 2,1 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Ökonomen hatten nur ein Plus von 0,8 Prozent erwartet.

Für den Oktober wurde das Produktionsminus auf 1,1 von bislang 0,9 Prozent etwas nach oben revidiert. Zusammen mit dem florierenden Privatkonsum deuten die Daten darauf, dass die britische Wirtschaft nach dem Brexit-Referendum im Sommer ihr Wachstumsmoment beibehalten hat.

Die meisten Ökonomen rechnen aber damit, dass die Wirtschaft im Jahr 2017 an Fahrt verlieren wird, da die steigende Inflation den Privatkonsum empfindlich bremsen dürfte. Zudem dürfte die Unsicherheit über das künftige Verhältnis zur EU die Investitionen der Unternehmen belasten.

Die Statistiker meldeten zudem, dass die britische Exporte von Gütern und Dienstleistungen - begünstig durch das schwache Pfund - im November auf ein Rekordhoch gestiegen sind. Weil aber auch die Importe kräftig zulegten, kletterte auch das Außenhandelsdefizit.

Das Defizit im Güterhandel stieg auf 12,2 Milliarden Pfund, während Ökonomen nur ein Minus von 11,0 Milliarden erwartet hatten. Im Oktober hatte das Defizit 9,9 Milliarden Pfund betragen.