Cameron

Nach der Brexitniederlage nimmt der britische Premier David Cameron seinen Hut.- Bild: DFID - UK Department for International Development

Er werde mit seinem Kabinett noch drei weitere Monate im Amt bleiben, verkündete Cameron am Freitagmorgen vor seinem Amtssitz in London. "Die Verhandlungen mit der EU müssen von einem neuen Premierminister geführt werden", sagte der konservative Politiker.

"Ich denke, es wäre nicht richtig für mich zu versuchen, der Kapitän zu sein, der das Land zu seinem nächsten Ziel steuert."

Im Oktober soll nach dem Zeitplan Camerons ein neuer Regierungschef die Amtsgeschäfte übernehmen. Der Premier räumte sichtlich angeschlagen seine Niederlage ein.

Er hatte die "Remain-Kampagne" für einen Verbleib seines Landes im europäischen Staatenklub angeführt. "An dem Ergebnis (des Referendums) gibt es keine Zweifel", erklärte er zerknirscht. Der Wille des Volkes werde umgesetzt, der Europäischen Union den Rücken zu kehren.

Die Befürworter des Brexit haben die Volksabstimmung mit 52 Prozent für sich entschieden.