Unternehmensdaten

Das Bundesfinanzministerium ist gegen die von der EU-Kommission geforderte Veröffentlichung detaillierter Unternehmensdaten. - Bild: putilov_denis/Fotolia.com

Zwar sei es "im Sinne einer geordneten Steuererhebung und der Steuerfairness sinnvoll", diese Informationen den Steuerbehörden zur Verfügung zu stellen, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium Michael Meister (CDU) laut dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" im Finanzausschuss des Bundestags. Die Daten, die für die Steuerbehörden gewonnen würden, unterlägen aber dem Steuergeheimnis.

Die EU-Kommission schlägt dagegen vor, dass Konzerne mit einem Jahresumsatz von mehr als 750 Millionen Euro künftig Daten wie den Gewinn, Steuern und den Gesamtumsatz öffentlich machen - und zwar auch die in Steuerparadiesen erzielten Summen. Dieses sogenannte Country-by-Country-Reporting soll international tätigen Konzernen die Möglichkeit nehmen, die unterschiedlichen Steuersysteme einzelner Staaten zu nutzen, um ihre Steuerlast zu senken. Im Zuge der Berichterstattung über die "Panama Papers" hatte die Kommission ihren Vorschlag weiter verschärft.