Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: historischer Schritt für die Gleichberechtigung. - Bild:

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: historischer Schritt für die Gleichberechtigung. - Bild: BMfSFJ

Damit müssen ab nächstem Jahr 108 börsennotierte Konzerne schrittweise eine verbindliche Frauenquote von 30 Prozent in ihren Aufsichtsräten erreichen. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hatte das Gesetz in der vorher stattfindenden Debatte historisch genannt.

“Wir machen zwei Tage vor dem Frauentag einen historischen Schritt für die Gleichberechtigung. Die Quote kommt”, hatte SPD-Politikerin im Bundestag gesagt. Dies sei der größte Beitrag für die Gleichstellung von Frauen seit Einführung des Frauenwahlrechts.

Das neue Gleichstellungsgesetz betrifft auch rund 3.500 mittelgroße Unternehmen. Die sogenannte Flexi-Quote zwingt sie dazu, eigene Vorgaben für die Besetzung von Spitzenposten mit weiblichen Führungskräften zu machen. Diese müssen veröffentlicht werden. Beim Verfehlen der selbstgesteckten Ziele sind jedoch keine direkten Sanktionen vorgesehen. Die Flexi-Quote gilt auch für Bundesbehörden, wo Frauen bisher nur selten Topjobs bekleiden.

Die Idee einer Frauenquote wird seit den frühen 1980er Jahren diskutiert. Die Wirtschaft wehrte sich lange erfolgreich gegen verpflichtende Vorgaben. Die Versprechen, mehr Frauen in die erste Reihe zu bringen, haben die Unternehmen aber nicht erfüllt.

Dow Jones Newswires/Karoline Kopp