Der Bundestag hat zwei Kommissionen für Digitalisierung und künstliche Intelligenz eingesetzt.

Der Bundestag hat zwei Kommissionen für Digitalisierung und künstliche Intelligenz eingesetzt. - Bild: Pixabay

Die Kommission zur "beruflichen Bildung" soll Strategien erarbeiten, wie Arbeitnehmer und Arbeitgeber besser auf die zunehmende Digitalisierung vorbereitet werden können. "Wir stehen vor dem größten Umbruch unserer Arbeitswelt seit Jahrzehnten", sagte SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach. Doch vor allem der Mittelstand sei auf diesen Umbruch schlecht vorbereitet.

Das Parlamentsgremium, das sich mit künstlicher Intelligenz (KI) befasst, soll unterdessen Handlungsempfehlungen erarbeiten, wie die vorhandenen Potenziale gefördert und die Risiken begrenzt werden können. Geklärt werden soll auch, ob Regeln benötigt werden, damit die Technik dem Menschen dient. Beispiele für den Einsatz künstlicher Intelligenz sind Sprachassistenten, autonom fahrende Autos und lernfähige Maschinen - aber auch Kaufvorschläge im Online-Shop, die Kalkulation von Kredit-Ausfallrisiken oder die Analyse von Röntgenbildern.

Der CSU-Abgeordnete Hansjörg Durz sagte, wenn immer mehr Entscheidungen auf Basis von KI getroffen würden, müssten die ethischen Grundlagen geklärt werden. Dieter Janecek von den Grünen betonte, der Umgang mit künstlicher Intelligenz müsse "wertegeleitet" und "freiheitlich" sein. Der Kommission sollen 19 Mitglieder des Bundestages sowie 19 Sachverständige angehören. Sie soll schon bald ihre Arbeit aufnehmen und nach der parlamentarischen Sommerpause 2020 Ergebnisse vorlegen.

Union und SPD hatten in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, Deutschland zu einem weltweit führenden Standort bei der Erforschung von künstlicher Intelligenz zu machen. Bei der Technologie sind die USA und China laut Experten derzeit weit vorne. Auch auf europäischer Ebene soll das Thema vorangetrieben werden, Deutschland und Frankreich wollen hier eng zusammenarbeiten.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Sie wollen mehr davon?

Ihnen gefällt dieser Artikel? Sie wollen mehr davon? Kein Thema ... abonnieren Sie unseren Newsletter! Dann sitzen Sie newsmäßig nie wieder auf dem Trockenen.

Klicken Sie hier, um Ihre Nachrichtenversorgung zu sichern!