Microsoft Windows 10

Chinas Behörden haben ein Auge auf die Vertriebsaktivitäten von Microsoft. Foto: Microsoft.

Die Staatliche Behörde für Industrie und Handel (SAIC) teilte mit, sie habe Microsoft gebeten, Teile der Informationen zu erläutern. Der Konzern solle "einige große Probleme mit den digitalen Daten" erklären. Weitere Einzelheiten gab SAIC nicht bekannt.

Die Behörde äußerte sich damit erstmals seit mehr als einem Jahr wieder zu der Untersuchung, die 2014 begann und immer noch andauert. Welches Ziel die Untersuchung verfolgt, ist unbekannt. SAIC-Vertreter haben erklärt, die Behörden schauten sich an, wie Microsoft seinen Media-Player und seine Browser-Software in China vertreibt.

Eine Microsoft-Sprecherin wollte sich nicht dazu äußern. Der Konzern aus Redmond im Bundesstaat Washington hatte zuvor erklärt, er werde bei den Ermittlungen kooperieren.

Ausländische Unternehmen sorgen sich, dass die chinesischen Behörden das relativ neue, seit 2008 erlassene Anti-Monopol-Gesetz des Landes gegen sie verwendet. Die Einhaltung dieses Gesetzes wird von SAIC und zwei anderen Behörden überwacht und dient als Basis für eine zunehmend aggressive Regulierung.

"Man kann davon ausgehen, dass sich China mit seiner großen Wirtschaft zu dem dritten Standbein des globalen Kartellrechts-System entwickelt, neben den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union", heißt es in einem vom U.S.-China Business Council, einer Handelsgruppe von US-Unternehmen, veröffentlichten Bericht