USA,China,Handelskrieg

China will unter allen Umständen einen Handelskrieg mit den USA vermeiden. - Bild: Pixabay

Die Auswirkungen bekämen aber gerade ausländische Konzerne, allen voran die der USA, zu spüren, zitierte er aus einem Bericht von einer nicht näher genannten Denkfabrik.

Zugleich beteuerte Li, dass China keineswegs über Abwertungen seine Exporte ankurbeln wolle. US-Präsident Donald Trump hatte das Reich der Mitte als Währungsmanipulator gebrandmarkt und Strafzölle von 45 Prozent auf chinesische Produkte angedroht. Li will den Yuan-Kurs weitgehend stabil halten. Die Devisenreserven reichten auch aus, um Einfuhren zahlen zu können und kurzfristigen Verbindlichkeiten nachzukommen.

Li verteidigt niedrigeres Wachstumsziel

Li stieß sich an Kommentaren, die Chinas Wachstumsziele für schwach halten. Peking reduzierte sein Wachstumsziel für 2017 auf noch rund 6,5 Prozent. Im Vorjahr war eine Bandbreite von 6,5 bis 7 Prozent angepeilt worden. Das jetzige Ziel sei weder niedrig noch einfach zu erreichen, argumentierte Li. China könne ein mittelhohes Wirtschaftswachstum in der absehbaren Zukunft schaffen und zugleich eine Konjunkturlokomotive für die Weltwirtschaft bleiben.

Dieses Jahr werde sich die Regierung besonders um Stellenaufbau bemühen. Massenarbeitslosigkeit werde es nicht geben. Daran änderten auch ein abgeschwächtes Wirtschaftswachstum und Stellenstreichungen in Branchen mit Überkapazitäten nichts. Außerdem beteuerte Li, dass Chinas Finanzsektor generell sicher und frei von systemischen Risiken sei.