China Wirtschaft

Ein Ende der Schuldenabhängigkeit ist in China nicht in Sicht. Und diese Schulden werden immer schwerer zu bedienen sein. - Foto: pixabay/McLac2000

Das Kreditvolumen soll im laufenden Jahr um 13 Prozent steigen - und damit deutlich schneller als die Wirtschaft, die um 6,5 bis 7 Prozent wachsen soll.

Ein Ende der Schuldenabhängigkeit ist in China nicht in Sicht. Und diese Schulden werden immer schwerer zu bedienen sein. Die Verbraucherpreise in China sind im vergangenen Jahr gerade einmal um 1,4 Prozent gestiegen. China hat also genauso wie der Rest der Welt Probleme, die eigenen moderaten Inflationsziele - in diesem Fall von 3 Prozent - zu erreichen.

Selbst wenn es China gelingen sollte, die eigenen Inflations- und Wachstumsziele zu erreichen, würde sich das nominale BIP gerade einmal auf 9,5 Prozent belaufen und bliebe damit noch immer klar unter der Kreditschöpfung. Ein Schuldenabbau in China findet also nicht statt.

Das chinesische Haushaltsdefizit soll 2016 auf 3 Prozent des BIP nach 2,4 Prozent im vergangenen Jahr steigen. Grund hierfür sollen vor allem Steuerkürzungen sein und nicht etwa höhere Ausgaben. Dies könnte sich in der Tat als positive Nachricht erweisen, solange sich die geringere Steuerlast auch in steigenden Unternehmensgewinnen widerspiegelt.

Ministerpräsident Li Keqiang hat zudem angekündigt, das Problem der staatlichen "Zombie"-Unternehmen, die sich vor allem in von Überkapazitäten geprägten Branchen wie der Stahlindustrie tummeln, anzugehen. Wenngleich sich die Rhetorik zuletzt etwas geändert hat, so sind Reformversprechen doch nicht neu.

Es bleibt abzuwarten, ob es tatsächlich zu Pleiten, Restrukturierungen und Konsolidierungen kommen wird. Das große Ganze in China bleibt unverändert. Die Wirtschaft verlangsamt sich und die Schulden bleiben hoch. Pekings Lösungsplan trägt nicht wirklich zur Beruhigung bei.