Die Unternehmen sollen nach Plänen der EU-Kommission regelmäßig über ihr gesellschaftliches

Die Unternehmen sollen nach Plänen der EU-Kommission regelmäßig über ihr gesellschaftliches Engagement Bericht erstatten. Eine neue Bürokratielawine droht, so die Wirtschaftsverbände (Bild: EU-Kommission).

BERLIN (ks). Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben die EU-Kommission aufgefordert, bei der Corporate Social Responsibility “den breiten politischen und gesellschaftlichen Konsens zur Freiwilligkeit” zu respektieren und den Kurs der vergangenen zehn Jahre fortzusetzen. Anlass ist ist die aktuelle Mitteilung der EU-Kommission “A renewed EU strategy 2011-2014 for Corporate Social Responsibility”.

“Das vielfältige gesellschaftliche Engagement der Unternehmen darf nicht durch eine Verpflichtung zur Berichterstattung konterkariert werden. Schon heute wenden viele Unternehmen die bestehenden Leitfäden zur freiwilligen Nachhaltigkeitsberichterstattung an”, schreiben die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in einer gemeinsamen Erklärung.

Der Grundsatz der Freiwilligkeit von Corporate Social Responsibility sei das Ergebnis langer Beratungen und Diskussionen in der EU und auch in Deutschland. Mit der jetzt veröffentlichten Mitteilung der EU-Kommission werde dieses Prinzip in Frage gestellt.

Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben von Beginn an das Vorhaben der EU-Kommission abgelehnt, Unternehmen eine Berichterstattungspflicht über ihr gesellschaftliches Engagement aufzubürden. Die Kommission würde damit massiv in die Gestaltungsfreiheit von Unternehmen eingreifen, so die Verbande. “Eine solche erhebliche bürokratische Last würde in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen.”