KSPG Montage Mitarbeiter

In einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie und Handelskammertages (DIHK) unter 2.000 Unternehmen bemängelt jedes dritte, stets aufs Neue in jedem Jahr zusätzliche Auflagen erfüllen zu müssen. - Bild: Rheinmetall/KSPG

In einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie und Handelskammertages (DIHK) unter 2.000 Unternehmen bemängelt jedes dritte, stets aufs Neue in jedem Jahr zusätzliche Auflagen erfüllen zu müssen.

Dabei drücken den Export nicht so sehr klassische Barrieren wie Zölle und Einfuhrsteuern. "Durch Sicherheitsanforderungen oder lokale Zertifizierungen werden in vielen Weltregionen ausländische Konkurrenten und damit auch deutsche Betriebe ausgebremst", heißt es in der Umfrage. Jedes zweite Unternehmen hat demnach mit dieser Art bürokratischer Regularien zu kämpfen.

Darunter fallen beispielsweise Tests nach lokalen Standards sowie strengere Nachweispflichten für Herkunft und Lieferwege von Produkten in politisch instabilen Zeiten. Besonders betroffen sind Exporteure mit Russland-Geschäft. Wegen der Sanktionen gegen den Kreml sagen drei Viertel der Firmen, dass sie hohe Hürden überwinden müssen. Im Handel mit China klagen 44 Prozent über Hemmnisse, im Geschäft mit den USA sind es 29 Prozent.

TTIP soll Vereinfachungen bringen

Vom Freihandelsabkommen TTIP zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten versprechen sich die Unternehmen daher eine deutliche Vereinfachung bei Lieferungen über den Atlantik. Das Nordamerika-Geschäft ist derzeit der Markt, auf den die Exporteure die größten Hoffnungen setzen, während sie für China und den Raum Russland-Türkei schlechtere Absatzchancen erwarten.