Insbesondere im 700 MHz-Band haben die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland die

Insbesondere im 700 MHz-Band haben die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland die Pfründe unter sich aufgeteilt. Alle drei Netzbetreiber sicherten sich jeweils zwei Frequenzblöcke, zu Preisen, die nur knapp über dem Mindestgebot von jeweils 75 Millionen Euro liegen. - Bild: Telekom, Vodafon, Telefonica

Das erwartet zumindest Verkehrsminister Alexander Dobrindt. Seit Mittwoch können die drei großen Mobilfunkanbieter die Frequenzen von 900, 1800 und 700 Megahertz ersteigern. Letztere sollen vor allem den ländlichen Raum mit schnellerem Internet versorgen. Außerdem könnte der nächste Mobilfunkstandard 5G erreicht werden. Erst nach der fünften Bieterrunde am Nachmittag wurde die Höhe der von der Bundesnetzagentur auf in Summe 1,5 Milliarden Euro festgelegten Mindestgebote übertroffen. Die Gesamthöhe der Mindestgebote lag nach der sechsten Runde bei 1,514 Milliarden Euro.

Insbesondere im 700 MHz-Band haben die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland die Pfründe unter sich aufgeteilt. Alle drei Netzbetreiber sicherten sich jeweils zwei Frequenzblöcke, zu Preisen, die nur knapp über dem Mindestgebot von jeweils 75 Millionen Euro liegen. Freilich kann sich das im Laufe der Auktion noch ändern.

Das 700 MHz-Band, das zurzeit noch vom Fernsehen genutzt wird, ist bestens geeignet, größere ländliche Gebiete mit schnellem Internet zu versorgen.

Die Bundesnetzagentur schreibt dabei vor, dass erfolgreiche Bieter innerhalb von drei Jahren nach Zuteilung der Frequenzen jeweils eine flächendeckende Versorgung von mindestens 97 Prozent der Haushalte in jedem Bundesland und 98 Prozent der Haushalte bundesweit mit schnellem Internet sicherstellen. Auch entlang von Autobahnen und von ICE-Strecken soll mobiles Surfen schneller als bislang möglich sein.

Auch im 900 MHz-Band, das Telekom und Vodafone gegenwärtig für Sprachtelefonie nutzen, haben die drei Bieter die Blöcke weitgehend gleichmäßig unter sich aufgeteilt, wenngleich die Höchstgebote deutlicher über den mindestens geforderten 75 Millionen Euro liegen.

Dynamischer verläuft die Auktion im 1.800 MHz-Bereich, der von O2 und E-Plus hauptsächlich noch für Sprachtelefonie genutzt wird, in Ballungsräumen aber auch für LTE-Netze verwendet werden kann. Hier überbieten sich die drei Unternehmen. Kein Interesse zeigt Telefonica Deutschland indes bislang an Frequenzen im 1.500 MHz-Band. Hier werden keine Blöcke sondern ungepaarte Frequenzen versteigert, die entweder nur für den Upload oder den Download geeignet sind. Eine Nutzung in beiden Richtungen ist technisch aufwendiger.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht