Sigmar Gabriel

Sigmar Gabriel: "Unsere Startups erhalten international viel Aufmerksamkeit, doch der deutsche Wagniskapitalmarkt ist im Verhältnis zu unserer Wirtschaftskraft immer noch zu klein." - Bild: Deutsche Messe

"Unsere Startups erhalten international viel Aufmerksamkeit, doch der deutsche Wagniskapitalmarkt ist im Verhältnis zu unserer Wirtschaftskraft immer noch zu klein", sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung der neuen Geldquellen für Gründer.

Der EIF wird dabei mit einer halben Milliarde Euro den Löwenanteil aufbringen. Das Geld soll großvolumiges Wachstum ermöglichen. Die Mittel fließen als Beteiligung an Wagniskapitalfonds, die dann Anteile an jungen Firmen kaufen. Startups werden nach dem Plan Gabriels über diese Schiene bis zu 20 Millionen Euro einsammeln, um ihr Wachstum anzukurbeln.

Die KfW baut gleichzeitig ihre Beteiligungsgesellschaft für junge, innovative Firmen um. Das Geschäft wird nun im Fonds "Coparion" gebündelt, der mit 225 Millionen Euro ausgestattet ist. Er löst den "Startfonds" ab, der in den vergangenen 11 Jahren insgesamt 600 Millionen Euro in Startups gesteckt hat.

"Coparion" wird wie bisher an der Praxis festhalten, sich an einem Unternehmen immer zusammen mit einem privaten Leadinvestor zu beteiligen, der Kapital in mindestens gleicher Höhe zur Verfügung stellt. "In Zusammenarbeit mit allen Marktakteuren verdoppelt der Ko-Investitionsfonds privates Kapital. Das gibt einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung des Wagniskapitalmarktes", erklärte Ingrid Hengster, Mitglied im Vorstand der Staatsbank.