USA, Flagge

Die USA wollen den Iran mit Wirtschaftssanktionen schwächen. - Quelle: Pixabay

Dies sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. "Die Instrumentalisierung der Weltwirtschaft für politische Ziele der USA belastet die internationalen Beziehungen und die transatlantische Partnerschaft."

Die USA wollen den Iran von Montag an mit Wirtschaftssanktionen schwächen, die vor allem die Ölindustrie, den Finanzsektor und die Transportbranche mit den wichtigen Häfen treffen. Die Sanktionen waren mit dem Atomabkommen von 2015 zunächst ausgesetzt. Die USA sind jedoch gegen den Rat der Europäer, Russlands und Chinas aus dem Abkommen ausgestiegen. Sie hatten danach bereits in einem ersten Schritt Maßnahmen gegen einzelne Industriezweige im Iran ergriffen.

„Die iranische Wirtschaft steht bereits am Rande einer Rezession“

Kempf sagte, die meisten Staaten hätten erkannt, dass eine stärkere iranische Wirtschaft zur Stabilisierung der Region und Stärkung der Reformkräfte im Iran beitragen würde. "Die neuerlichen US-Sanktionen schränken die wirtschaftlichen Perspektiven des Irans unnötig ein."

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, sagte der dpa, die US-Sanktionen seien für den Iran besonders spürbar, denn das Öl- und Gasgeschäft sei die wichtigste Einnahmequelle des Landes. "Die iranische Wirtschaft steht bereits am Rande einer Rezession. Die Wirtschaft dürfte auf absehbare Zeit schrumpfen."

Die Handelsbeziehungen seien von den Sanktionen im Finanz- und Logistiksektor deutlich betroffen, sagte Schweitzer. Der Zahlungsverkehr gestalte sich bereits sehr schwierig, da kaum mehr Banken Geschäfte mit dem Iran abwickelten. "Deutsche Unternehmen ziehen sich angesichts der aktuellen Lage vermehrt aus der Islamischen Republik zurück und schließen ihre Repräsentanzen. Das Irangeschäft läuft Gefahr, gänzlich zum Erliegen zu kommen."

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