Rittal Flüchtlinge

In das politische Gezerre über eine mögliche Grenzschließung in der Flüchtlingskrise haben sich Spitzenvertreter der deutschen Wirtschaft eingeschaltet. - Bild: Rittal

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer, Außenhandelspräsident Anton Börner und der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands Michael Kemmer stellten sich hinter den Kurs von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und bestärkten sie, diesen fortzusetzen. Eine Grenzschließung sei "Gift für die Wirtschaft", sagte Kemmer der Börsen-Zeitung. Kramer verwies auf die hohe Exportorientierung der deutschen Wirtschaft, die offene Grenzen bedinge.

Auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat vor einer Grenzschließung gewarnt. Dies wäre eine wirtschaftliche Katastrophe und würde die Arbeitslosigkeit nach oben treiben, sagte er beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) warb dort für einen Marshallplan Europas, um die Krisenländer im Nahen Osten wieder aufzubauen.