Wirtshaftswachstum,Deutschland,September

Die deutsche Wirtschaft ist im September so schwach gewachsen wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. - Pixabay

Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - sank auf 52,7 Zähler von 53,3 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut mitteilte. Das Konjunkturbarometer liegt damit weiter über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum anzeigt.

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes stieg überraschend auf 54,3 Zähler von 53,6 im Vormonat. Volkswirte hatten im Mittel einen Indexrückgang auf 53,1 prognostiziert.

Der Index für den Servicesektor fiel hingegen wider Erwarten auf 50,6 Punkte von 51,7 im Vormonat. Ökonomen hatten einen Anstieg auf 52,1 erwartet.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung von rund 1.000 Einkaufsleitern und Geschäftsführern aus Industrie und Dienstleistung in Deutschland.

"Der Zuwachs an Neu- und Folgeaufträgen blieb alles in allem ausgesprochen dürftig und fiel niedriger aus als zum Jahreswechsel 2015/2016", kommentierte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike. "Kritisch ist vor allem die Kluft zwischen den beiden Sektoren", also dem Dienstleistungsgewerbe und dem verarbeitenden Gewerbe. Die Zahlen seien ein klarer Hinweis, dass die Wirtschaft im dritten Quartal zwar gewachsen, aber an Fahrt verloren habe.