Die Schweiz wurde von World Economic Forum als wettbewerbsfähigstes Land identifiziert (Bild:

Die Schweiz wurde von World Economic Forum als wettbewerbsfähigstes Land identifiziert (Bild: virtua73 - Fotolia.com).

Im aktuellen Global Competitiveness Report 2011 sackt Deutschland von Rang fünf auf sechs ab.

Gunnar Knüpffer

Köln. Die vergangene Wirtschaftskrise hat Deutschland gut bewältigt. Auch dank seiner Wettbewerbsfähigkeit. Doch die hat sich nach Einschätzung des World Economic Forum im vergangenen Jahr ein wenig verschlechtert. Im aktuellen Global Competitiveness Report 2011 sackt Deutschland von Rang fünf auf sechs ab. Als wettbewerbsfähigsten Staat der Welt bezeichnet das Weltwirtschaftsforum die Schweiz, gefolgt von Singapur, Schweden, Finnland und den USA.
Dem Report zu Folge hat die Bundesrepublik insbesondere Schwächen in den Bereichen Arbeitsmarkt und Finanzmärkte. Bemängelt wird, dass die Löhne fest zementiert seien und dass es in schwierigen Zeiten keine Möglichkeit der Lohnsenkung gebe. Zudem sei der Kündigungsschutz ein Einsstellungshindernis. Und ein Mangel an Wissenschaftlern und Ingenieuren führe dazu, dass ein wichtiger Wettbewerbsvorteil gefährdet sei. Beim Thema Finanzmärkte erhält Deutschland einen Punktabzug, weil Firmen einen eingeschränkten Kreditzugang klagten.


Die Position unter den Top Ten sichert sich Deutschland dennoch mit der Qualität seiner Infrastruktur, dem Entwicklungsgrad der Unternehmen und seinen Innovationen. Dem Report zu Folge ist das Straßen- und Eisenbahnnetz dicht geflochten und gut in Schuss, so dass Personen und Güter schnell von A nach B transportiert werden können. Auch verfüge Deutschland über leistungsfähige Flughäfen. Die Produktionsverfahren seien auf dem neuesten Stand und die Firmen gehörten zu den innovativsten der Welt.
Bereitgestellt hat die Werte für Deutschland die Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH. Das IW Köln gilt als arbeitgebernah.