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Deutschland und Österreich lehnen die Sanktionen der USA gegen Russland ab. - Bild: Pixabay

"Nicht akzeptieren können wir allerdings die Drohung mit völkerrechtswidrigen extraterritorialen Sanktionen gegen europäische Unternehmen, die sich am Ausbau der europäischen Energieversorgung beteiligen", monierten Gabriel und Kern unisono.

Der US-Senat hatte zuvor den Weg für weitere Strafmaßnahmen gegen Russland freigemacht. Damit soll das vermeintliche Einmischen Moskaus in den US-Wahlkampf vergolten werden. Außerdem werden 35 russische Diplomaten des Landes verwiesen. Die Entscheidung hatte an der Moskauer Börse für deutliche Verluste gesorgt.

Außenminister Gabriel und Kanzler Kern fürchten, dass sich die US-Strafmaßnahmen auf die Versorgung Europas mit russischem Gas legen sollen. "In bemerkenswerter Offenheit beschreibt der US-Gesetzentwurf, worum es eigentlich geht: um den Verkauf amerikanischen Flüssiggases und die Verdrängung russischer Erdgaslieferungen vom europäischen Markt", erklärten sie.

Die beiden sozialdemokratischen Politiker verlangten, dass Sanktionen nicht mit wirtschaftlichen Interessen in Verbindung gebracht werden dürften.

Russlands Präsident Wladimir Putin beklagte bei einer Bürgersprechstunde, dass es für den Beschluss des US-Senats keinerlei Grundlage gebe