VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers kritisiert den Erbschaftssteuerentwurf von Finanzminister

VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers kritisiert den Erbschaftssteuerentwurf von Finanzminister Wolfgang Schäuble. - Bild: VDMA

Der VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers kritisiert den von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vorgelegten Referentenentwurf zur Erbschaftssteuerreform.

“Insbesondere muss die Bewertung von Unternehmensvermögen aufgegriffen werden”, so Wiechers.

Aus Sicht des VDMA ist die Bewertung von Unternehmen eines der Grundübel der Erbschaftssteuer. Denn das von den Steuerbehörden angewandte vereinfachte Ertragsverfahren führe zu einer strukturellen Überbewertung vieler Betriebe. “Viel zu hohe Unternehmenswerte, niedrigere Verschonung und unverändert hohe Steuersätze, das passt zum angestrebten Erhalt der Unternehmenskultur des Mittelstands nicht zusammen”, meinte der VDMA-Chefvolkswirt.

Positiv wird vom VDMA bewertet, dass die erwerbsbezogene Obergrenze von begünstigtem Vermögen von 20 auf 40 Millionen Euro bei Bestehen mittelstandstypischer Unternehmensstrukturen angehoben werden soll. Dabei bleibe jedoch unklar, was mit einer „nahezu vollständigen“ Beschränkung von Entnahmen und Ausschüttungen des Gewinns gemeint sei. Die Unternehmen müssten nach Ansicht von Wiechers angemessen über ihre Gewinne verfügen können, ohne dass sich das gleich erbschaftssteuerlich auswirke.

Gunnar Knüpffer