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EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat die US-Regierung eindringlich vor Handelsbeschränkungen gewarnt. - Bild: EU

"Das Risiko besteht, dass es weltweit Vergeltungsmaßnahmen geben wird - und das wäre sehr schlecht für unsere Volkswirtschaften und unsere Bürger", sagte die Malmström dem Handelsblatt.

Die Folge wäre ein Handelskrieg, so die Kommissarin, bei dem "wird es keine Gewinner geben - das haben wir in der Vergangenheit gesehen".

Die EU-Kommissarin erwartet aber kein unmittelbares Vorpreschen der Regierung unter Präsident Donald Trump, weil für derartige Handelsbeschränkungen die Zustimmung des Kongresses erforderlich sei und zahlreiche Detailregelungen getroffen werden müssten.

Malmström kündigte in dem Interview zudem an, die Gespräche über Freihandelsabkommen mit jenen Ländern voranzutreiben, die vom Ausstieg der USA aus dem Transpazifischen Handelsabkommen TPP betroffen sind. "Viele der TPP-Länder treten nun an uns heran, weil sie glauben, dass Protektionismus nicht die richtige Antwort ist", sagte sie.

Mit fast allen ihnen verhandele die EU schon oder bereite Gespräche vor. Die EU werde versuchen, die weit vorangeschrittenen Gespräche mit Japan zum Abschluss zu bringen. "Das Abkommen mit Vietnam ist bereits ausverhandelt, es muss nur noch übersetzt werden. Unsere Pipeline ist also gut gefüllt", sagte die EU-Handelskommissarin.