Griechenlands Premier Alexis Tsipras zeigt sich erleichtert: Die 19 Euro-Länder haben am frühen

Griechenlands Premier Alexis Tsipras zeigt sich erleichtert: Die 19 Euro-Länder haben am frühen Montagmorgen nach einer Marathonsitzung eine Einigung im griechischen Schuldendrama erreicht. - Bild: EU-Kommission

“Abkommen”, twitterte der belgische Premier Charles Michel nach einem Gesprächsmarathon von mehr als 16 Stunden. Der Sprecher der zyprischen Regierung erklärte in einer Twitterbotschaft: “Es scheint, wir haben eine Einigung. Europa verdient einige gute Nachrichten.”

EU-Ratspräsident Donald Tusk schrieb auf Twitter: “Der Eurogipfel hat eine einstimmige Einigung erreicht. Alles ist bereit für ein ESM-Programm für Griechenland mit ernsthaften Reformen und finanzieller Hilfe.”

Griechenland bleibt im Euro

Frankreichs Präsident Francois Hollande erklärte, die Übereinkunft erlaube Griechenland, im Euro zu bleiben. Letzter Streitpunkt war offenbar die Einrichtung eines Treuhandfonds für griechisches Staatseigentum. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Griechenlands Premier Alexis Tsipras hätten diesen Punkt ausgeräumt, sagten Diplomaten.

In der Beschlussvorlage der Eurogruppe für den Gipfel war von einem möglichen Finanzbedarf Griechenlands von 82 bis 86 Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren die Rede. Die Institutionen hatten am Samstag den Bedarf nur auf 74 Milliarden Euro geschätzt.

Bevor Verhandlungen über das milliardenschwere Programm aufgenommen werden können, sind aber noch mehrere Parlamentsbeschlüsse nicht nur in Griechenland, sondern auch in Deutschland und anderen Euro-Ländern nötig. Vorher können die Gespräche über die Details des Programms beim Euro-Rettungsfonds ESM nicht aufgenommen werden.

Dow Jones Newswires /Guido Kruschke