In den USA und Europa wird über eine neue Sanktionsrunde gegen Russland diskutiert. Auslöser sind

In den USA und Europa wird über eine neue Sanktionsrunde gegen Russland diskutiert. Auslöser sind die Vorgänge rund um die ukrainische Stadt Mariupol. - Bild: Nikolai Sorokin/Fotolia

Die USA befürchten trotz der vereinbarten Waffenruhe einen Angriff der russischen Separatisten auf die größte ukrainische Stadt in dem Konfliktgebiet. Was in Mariupol passiere, sei “inakzeptabel”, sagte US-Außenminister John Kerry im Vorfeld eines Treffens mit seinem britischen Amtskollegen Philip Hammond.

Ein Sprecher der ukrainischen Armee sagte, Regierungskräfte würden sich auf einen möglichen Angriff vorbereiten. Waffen und Truppen in dem Gebiet würden verstärkt.

“Wir sprechen über zusätzliche Sanktionen, zusätzliche Anstrengungen”, sagte Kerry. Es müsse in den nächsten Tagen klar werden, dass “wir dieses Spiel nicht mitmachen und nicht rumsitzen werden und ebenfalls ein solch außergewöhnlich feiges Verhalten auf Kosten der Souveränität und Integrität einer Nation zeigen werden”, sagte der US-Außenminister.

Die Regierung in Kiew berichtet seit Freitag, dass zusätzliche Panzer und andere schwere Waffen über die russische Grenze zur Unterstützung der Separatisten ins Land kommen.

Ein Angriff auf Mariupol wäre der endgültige Bruch der Waffenstillstandsvereinbarung, die zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Francois Hollande gemeinsam mit den Präsidenten der Ukraine und Russlands, Petro Poroschenko und Wladimir Putin, am 12. Februar ausgehandelt worden war.

Dow Jones Newswires/Gudo Kruschke