Jean-Claude Juncker

Jean-Claude Juncker: "Die EU wird ihre Stahlindustrie verteidigen. Wir sind nicht wehrlos, und wir werden alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen." - Bild: European Union, 2016

"Wir sind nicht wehrlos, und wir werden alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen", machte Juncker nach einem Wirtschaftstreffen vor Journalisten in Peking den Standpunkt der Europäer klar.

Der Kommissionspräsident sagte, es gebe eine "klare Verbindung" zwischen der Stahlüberproduktion in China und der Frage, ob die EU dem Land den Status einer Marktwirtschaft zuerkennt. Diese Einstufung würde es für die EU schwerer machen, Anti-Dumping-Zölle zu erheben - zum Beispiel auf Stahl.

Eine Klärung ist bis Ende des Jahres nötig. Juncker sagte, die EU habe sich in dieser Frage noch nicht festgelegt. Das Europaparlament hatte der Forderung Chinas nach der Anerkennung als Marktwirtschaft im Mai eine klare Absage erteilt.

Unfaire Konkurrenz durch Billigimporte aus China

Die europäische Stahlbranche klagt seit Monaten über unfaire Konkurrenz durch Billigimporte aus China. Im ersten Quartal dieses Jahres legten die chinesischen Stahlexporte Richtung Europa um 28 Prozent zu, während die Preise um mehr als 30 Prozent einbrachen, wie Juncker in Peking hervorhob.

Stahlproduzenten 2015
Die Statistik zeigt die größten Stahlproduzenten weltweit im Jahr 2015. Im Jahr 2015 produzierte der luxemburgische Stahlhersteller Arcelor Mittal rund 97 Millionen Tonnen Rohstahl und war damit der mit Abstand größte Stahlproduzent weltweit. - Bild/Quelle: World Steel Association/Wirtschaftsvereinigung Stahl

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