Digitalisierung,Bitkom,Agenda

Der Bitkom fordert vor dem Fachministertreffen der G20-Staaten mehr tempo in Sachen Digitalisierung. - Bild: Pixabay

Außerdem rief der Bitkom zu verstärkter internationaler Kooperation auf. „Die Industrienationen und Schwellenländer müssen die Chancen der Digitalisierung noch stärker als bisher nutzen und die digitale Transformation im Sinne und zum Vorteil ihrer Bürger gestalten“, sagte Rohleder. „Digitale Technologien sichern wirtschaftliches Wachstum, fördern den Wohlstand und ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe. Das ist auch die beste Antwort auf nationale Abschottung von Politik und Handel“, so der Bitkom-Chef weiter.

Auf der Gipfelrunde in Düsseldorf werden die G20-Staaten eine gemeinsame Erklärung verabschieden, in der die Digitalisierung als wichtiger Treiber für globales Wachstum hervorgehoben wird, so der Bitkom. Die Teilnehmerländer bekennen sich zu freiem Handel und einem offenen, sicheren und grenzenlosen Internet, um globalen gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen.

Der Bitkom begrüßt die Absichtserklärung als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Allerdings ist sie für die Staaten nicht verbindlich. Offen ist zudem, wie sich die Gruppe der 20 zu der Forderung eines uneingeschränkt freien Datenflusses positioniert. Bitkom empfiehlt eine „Internationale Agenda für das digitale Zeitalter“ zu entwickeln, um die Digitalisierung in sechs Kernbereichen voranzutreiben:

  • Digitale Vernetzung in jedem Teil der Welt: Breitband-Internet sollte in allen Entwicklungs- und Schwellenländer verfügbar gemacht werden, um wirtschaftliches Wachstum zu ermöglichen und die Lebensqualität zu erhöhen. Der neue Mobilfunkstandard 5G sollte weltweit ausgerollt werden, zudem sollte die Harmonisierung im Frequenzspektrum vorangetrieben werden.
  • Vertrauen durch Cyber-Sicherheit und Datenschutz: Es sollten weltweit einheitliche Datenschutzstandards entwickelt und die bestehenden dadurch harmonisiert werden. Gleichzeitig fehlen Cyber-Sicherheitsstandards, etwa eine Selbstverpflichtung der Staaten zum Verzicht auf Cyber-Angriffe.
  • Smart Schools für digitale Bildung in jedem Klassenzimmer: In den Schulen sollten digitale Medien mit entsprechenden didaktisches Konzepten flächendeckend eingesetzt werden. Lehrer müssen regelmäßige Fortbildungen zur Erlangung von Digitalkompetenz erhalten. Schülern sollte sowohl Medienkompetenz als auch technologische Grundlagen vermittelt werden.
  • Neue Chancen durch digitalen Handel: Digitaler Handel muss künftig Teil aller Handelsabkommen sein, der freie, grenzüberschreitende Datenfluss unter Einhaltung aller Datenschutzbestimmungen muss gewährleistet werden. Länderspezifische technische Regulierungen dürfen sich nur auf Ausnahmefälle beschränken, in denen keine anderen Möglichkeiten vorhanden sind um ein adäquates Schutzniveau in sensiblen Bereichen wie etwa Gesundheit, Sicherheit oder Umweltschutz zu erreichen.
  • Die Arbeit der Zukunft gestalten: Digitalisierung schafft Arbeitsplätze und Wohlstand. Mit der digitalen Transformation verändern sich aber auch bestehende Berufe, einige fallen weg, neue entstehen. Die Vermittlung von Digitalkompetenz muss in einem lebenslangen Lernprozess auch im Arbeitsleben fortgesetzt werden. Arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen sollten die neuen Möglichkeiten von Digitalen Arbeiten unterstützen. Wir brauchen unbürokratische Regelungen für Beschäftigung von IT-Experten innerhalb der G20-Staaten
  • Eine Charta für die digitale Welt: Die G20 sollten eine Charta für die digitale Welt entwickeln, die Grundwerte für den digitalen Raum festschreibt. Dabei geht es um digitale Grundrechte ebenso wie um eine globale Ethik in der digitalen Welt.

Bitkom

Fabrik des Jahres: Die Digitalisierung ist da

  • Fabrik des Jahres

    Der Chefredakteur der Fachzeitung Produktion, Claus Wilk, eröffnete den zweiten Tag des Kingresses zum Wettbewerb Die Fabrik des Jahres.- Bild: Produktion

  • Fabrik des Jahres

    Prof.Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl führte durch den Tag und reflektierte äußerst kompetent über den Fortschritt der Digitalisierung in der deutschen Industrie. - Bild: Produktion

  • Fabrik des Jahres, Daniel T. Jones, Lean

    Er ist die absolute Lean-Legende: Prof. Daniel T. Joines, der die "Bibel" der modernen Fertigung "The machine that changed the world" mit verfasst hat. Er gab spannende und auch aufrüttelnde Einblicke in die Zukunft des Lean-Thinking. - Bild: Produktion

  • Fabrik des Jahres

    Prof. Jones warnte vor künftigen Herausforderungen - und erklärte, wie man sie meistern kann. - Bild: Produktion

  • FDabrik des jahres,scheidle

    So viele spannende Vorträge und Einsichten in Sachen Produktion, Digitalisierung, Lean und Industrie 4.0 müssen für die Nachwelt aufgezeichnet werden - unser Kameramann Wolfgang Scheidle hat stets ein (digitales) Auge aufs Geschehen. - Bild: Produktion

  • Fabrik des Jahres, Recklies, Infineon

    Jörg Recklies ist Produktionsleiter bei Infineon in Dresden - sein Werk siegte in der Kategorie Hervorragende Standortsicherung durch Digitalisierung. - Bild: Produktion

  • Fabrik des Jahres, Recklies, Infineon

    "Es gab Herausforderungen", so Recklies. Aber sie wurden gelöst - unter dem Motto "Alles im Fluss - Unser Weg in die digitale Zukunft." - Bild: Produktion

  • Fabrik des Jahres, ASM, Cwojdzinski

    Jörg Cwojdzinski ist Vice President Supply Chain Management bei ASM Assembly Systems: Mit seinem Werk in München holte er den Gesamtsieg beim Wettbewerb Die Fabrik des Jahres. Interessant: Viele der diesjährigen Kategoriesieger werden vom Gesamtsieger ASM beliefert. - Bild: Produktion

  • Fabrik des Jahres, ASM, Cwojdzinski

    Die Experten von A.T.Kearney hatten es sich nicht einfach gemacht und bei allen relevanten Punkten in Sachen Gesamtsieg genau hingeschaut. So begründen die Profis den Gesamtsieg von ASM München. - Bild: Produktion

  • Fabrik des Jahres, ASM, Cwojdzinski

    Mit langjährigem Experimentieren und Lernen hat es ASM geschafft, zu wachsen und neue Wege in Sachen Prozesse, Lean und Smartness zu gehen, erklärte Cwojdzinski. - Bild: Produktion

  • Fabrik des Jahres,ASM,der Raum

    Eines der Erfolgsgeheimnisse von Gesamtsieger ASM: Die Teamräume und Leanotheken. Hier geht kein Fehler und keine Idee verloren. Wenn diese Wände reden könnten... - Bild: Produktion

  • Fabrik des Jahres,ASM,Konferenz

    Die Fabrik des Jahres international: Aus ASM-Standorten in Singapur, Großbritannien, Malaysia und München wurden Kollegen von Jörg Cwojdzinski zugeschaltet und erzählten über ihre Erfahrungen im Entwicklungsprozess. - Bild: Produktion