Sigmar Gabriel, Steuerflucht, Amazon, Apple, Konzerne, Plan

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel - hier beim Maschinenbaugipfel der Fachzeitung Produktion und des VDMA - will gegen die Steuevermeidung von Großkonzernen vorgehen. - Bild: VDMA

Der Minister plädiert unter anderem für einen europaweiten Mindestsatz bei der Körperschaftsteuer und stärkerer Kontrolle durch die Finanzämter. So soll nach seinen Vorstellungen das Bundeszentralamt für Steuern prüfen, ob sich Großunternehmen künstlich arm rechnen. Konzerne sollen außerdem gezwungen werden, öffentlich darzulegen, in welchem Staat sie wie viel Steuern gezahlt haben.

In diesem Punkt begibt sich der SPD-Vorsitzende in Widerspruch zu Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der nur die Finanzämter und nicht die Öffentlichkeit wissen lassen will, in welchem Land wie viel an den Fiskus abgeführt wird.

Schäuble verhandelte in den vergangenen Jahren mit seinen Kollegen der G20-Staaten erfolgreich die BEPS-Initiative gegen Steuerflucht und Vermeidung.