Die griechische Regierung hat am Dienstagnachmittag beim Euro-Rettungsfonds ESM ein drittes

Die griechische Regierung hat am Dienstagnachmittag beim Euro-Rettungsfonds ESM ein drittes Hilfspaket beantragt. Das Paket solle die Finanzierung des Landes auf zwei Jahre sichern und gleichzeitig Schritte zur Umstrukturierung der griechischen Staatsschulden enthalten. - Bild: Giordano Aita/Fotolia.com

Das vor dem Bankrott stehende Land versuche so seinen Finanzbedarf zu decken. Die Regierung bleibe am Verhandlungstisch, hieß es aus einer Mitteilung des Büros von Ministerpräsident Alexis Tsipras.

Vom ersten Moment an habe man klar gemacht, dass das Referendum nicht das Ende, sondern die Fortsetzung der Verhandlungen für bessere Bedingungen für das griechische Volk sei. Die Regierung werde bis zum Letzten für ein umsetzbares Abkommen innerhalb des Euro kämpfen.

Ein Sprecher des Eurorettungsfonds ESM beantwortete die Frage, ob ein solcher Vorschlag von der griechischen Regierung eingegangen sei, zunächst nicht.

Merkel will nicht über drittes Hilfspaket sprechen

Deutschland lehnt Verhandlungen über einen neuen griechischen Vorschlag zur Lösung der Schuldenkrise zum jetzigen Zeitpunkt ab. “Vor einem Referendum kann von deutscher Seite aus kein neuer Antrag beraten werden”, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Angaben von Teilnehmern am Dienstag in der Fraktionssitzung der Union.

Dow Jones Newswires/Handelsblatt/Guido Kruschke