Griechenland

Um nun die Zahlung von zwei Milliarden zu erhalten, musste Athen 48 Vorbedingungen auf den Weg bringen. - Bild: Digipic/Fotolia.com

Um die nächste Hilfstranche über zwei Milliarden Euro zu erhalten, sei eine vorläufige Vereinbarung erzielt worden, sagten drei Offizielle. Im Gegenzug für die Zahlung habe Athen Reformen zugesagt. Mit dieser Einigung sei nun auch der Weg für eine weitere Zahlung über zehn Milliarden Euro geebnet, mit der die kriselnden Banken des Landes rekapitalisiert werden sollen.

Angesichts eines drohenden Staatsbankrotts hatten sich die Euro-Länder und die griechische Regierung Mitte August auf ein neues Rettungspaket mit einem Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro über die kommenden drei Jahre geeinigt. Es sieht eine Reihe von Auflagen und Reformen vor, die Athen erfüllen muss.

Löhne sollen gezahlt werden

Um nun die Zahlung von zwei Milliarden zu erhalten, musste Athen 48 Vorbedingungen auf den Weg bringen. Mit dem Geld sollen unter anderem Löhne gezahlt werden. Für eine Tranche von zehn Milliarden Euro muss zusätzlich zu Maßnahmen im Finanzsektor das erste Reformbündel abgeschlossen werden.

Das finale Okay müssen noch die Euro-Finanzminister geben, nachdem das Parlament in Athen den Reformen am Donnerstag zugestimmt hat.

Bei Verhandlungen am Wochenende war bereits "in vielen Fragen eine Einigung erzielt" worden, wie Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem am Sonntag gesagt hatte. Athen wartet seit fast einem Monat auf die zugesagte Kredittranche, hatte aber noch nicht alle Auflagen der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) erfüllt. Gestritten wurde zuletzt vor allem über die Pfändung von Immobilienbesitz überschuldeter Haushalte.