In einer Analyse schreiben Experten von IWF-Direktorin Christine Lagarde, dass die Verschuldung in

In einer Analyse schreiben Experten von IWF-Direktorin Christine Lagarde, dass die Verschuldung in den nächsten zwei Jahren auf das doppelte der Wirtschaftsleistung anschwellen wird. - Bild: EU

“Griechenlands Schulden können nur durch Schuldenerleichterungen in einer Größenordnung tragbar gemacht werden, die weit über das hinausgehen, was bisher von den Europäern in Erwägung gezogen wurde”, heißt es in der Analyse des Fonds. Dow Jones Newswires hatte Einblick in das Papier.

Darin schreiben die Experten von Direktorin Christine Lagarde, dass die Verschuldung in den nächsten zwei Jahren auf das doppelte der Wirtschaftsleistung anschwellen wird. Aktuell steht Athen mit rund 180 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in der Kreide. Der Währungsfonds warnt gleichzeitig vor einem höheren Kapitalbedarf der griechischen Banken. Nach dem Deal am Montag gehen die Gläubiger, zu denen auch der IWF gehört, von 25 Milliarden Euro aus, die sie den Geldhäusern zur Verfügung stellen müssen.

Ein geräuschloser Schuldenschnitt über die Streckung der Kreditlaufzeiten, wie er schon einmal gewährt wurde, kann laut IWF nur als Generationenprojekt erfolgversprechend sein. Es müsste eine “dramatische Verlängerung” der Stundungszeiträume um 30 Jahre auf die komplette Schuldenlast gewährt werden, um die nötigen Effekte zu erzielen. Die Griechen wären in diesem Zeitraum von Zinszahlungen befreit, noch müssten sie die Kredite abstottern.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke