"Geldeinlagen in griechischen Banken sind absolut sicher", sagte Regierungschef Alexis Tsipras.

"Geldeinlagen in griechischen Banken sind absolut sicher", sagte Regierungschef Alexis Tsipras. Gehälter und Renten seien "garantiert". In den kommenden Tagen sei Geduld und Gelassenheit nötig. - Bild: EU Kommission

Das bedeutet, daß Rentner und Arbeitnehmer nicht an ihre Pensionen und Gehälter kommen, die in der kommenden Woche überwiesen werden, wie der griechische TV-Sender MEGA am Sonntagabend meldet. Die Schließung der Banken wurde in der Nacht zum Montag nun auch offiziell von der Regierung in Athen bestätigt.

Am Sonntag hatten griechische Medien unter Berufung auf den Chef der Piraeus-Bank berichtet, daß Börse und Banken nur am Montag geschlossen bleiben sollen. Zuvor hatte es ein Treffen von Finanzminister Yanis Varoufakis, Notenbankgouverneur Yanis Stournaras und den Chefs der vier großen Institute gegeben.

Wenn die Banken wieder öffnen, sei die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen möglich. Damit soll üblicherweise verhindert werden, dass Geld in großen Mengen aus einem Land abfließt.

Einlagen griechischer Bankenkunden sind sicher

Regierungschef Tsipras beteuerte, die Ersparnisse, Löhne und Renten der Bürger seien “garantiert”. Er rief seine Landsleute zudem zur Ruhe auf. Die Einlagen griechischer Bankenkunden seien sicher, sagte er.

Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zusätzliche Nothilfen für die griechischen Banken verweigert. Damit geraten die unter massiven Geldabflüssen leidenden Banken in Griechenland noch stärker in Bedrängnis. Am Sonntag hatte sich vor Geldautomaten bereits lange Schlangen von Menschen gebildet, die Geld abheben wollten.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke