Hans-Werner Sinn

"Die deutsche Wirtschaft blickt erschrocken ins neue Jahr," erklärte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. "Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich zum Jahresbeginn verschlechtert." - Bild: Ifo-Institut

Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 108,5 Punkte vorausgesagt. Das ifo-Institut korrigierte den Vormonatswert auf 108,6 von zunächst 108,7 Punkten.

"Die deutsche Wirtschaft blickt erschrocken ins neue Jahr," erklärte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. "Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich zum Jahresbeginn verschlechtert."

Auch die beiden anderen ifo-Stimmungsindikatoren gaben zum Jahresbeginn nach. Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage der befragten Unternehmen fiel auf 112,5 von 112,8 Punkten im Vormonat. Die Analysten hatten hier einen unveränderten Stand erwartet. Der Index für die Geschäftserwartungen sank deutlich um 2,2 Punkte auf 102,4 Zähler. Die befragten Ökonomen hatten 104,1 vorhergesagt.

Zuvor waren bereits die Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren im Januar deutlich gefallen, allerdings immer noch weniger stark als befürchtet. Der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Index der Konjunkturerwartungen sank von 16,1 Punkten auf 10,2, was das ZEW vor allem auf die Wachstumsschwäche Chinas zurückführte.

Schon im Dezember hatte sich der ifo-Geschäftsklimaindex entgegen den Erwartungen leicht eingetrübt und 0,3 Punkte nachgegeben. Der damalige Rückgang hatte allerdings noch allein auf einer etwas schlechteren Beurteilung der aktuellen Konjunkturlage beruht, während die Erwartungen im Dezember auf dem höchsten Stand seit etwa eineinhalb Jahren geblieben waren.