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Deutsche Finanzinvestoren sind gegen eine Blockade von Übernahmen seitens chinesischer Unternehmen. - Bild: Pixabay

"Es sollten hier keine Ressentiments reingebracht werden", sagte Wilken von Hodenberg, Chef des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften, zum Auftakt des Deutschen Eigenkapitaltags in Berlin. Kaufe ein chinesischer Investor hiesigen Firmen, eröffne ihm dies weitreichende Wachstumsmöglichkeiten im Reich der Mitte.

Die Bundesregierung hingegen betrachtet die Einkaufstour Chinas bei deutschen Mittelständlern mit Spitzentechnologie mit Sorge. Der Fall des Roboterherstellers Kuka hatte auch international für hohe Wellen gesorgt. Berlin versucht jetzt auf europäischer Ebene Unterstützung dafür zu sammeln, den Einstieg der Chinesen bei bestimmten Unternehmen notfalls behördlich zu untersagen.

Der BVK sorgt sich hingegen davor, dass Peking eine Einschränkung des freien Kapitalverkehrs verstimmen könnte. Anders als hierzulande können sich deutsche Investoren aber bei weitem nicht so frei an allen Unternehmen in China beteiligen. Die kommunistische Führung hat zahlreiche Branchen vor ausländischem Zugriff geschützt. Die Bundesregierung verlangt hier gleiche Bedingungen für deutsches Kapital, wie umgekehrt für chinesisches in Deutschland.

Kaufrausch: Chinesen übernehmen mehr deutsche Unternehmen

Investoren aus China kaufen immer mehr deutsche Unternehmen: Bereits 30 Zusammenschlüsse und Übernahmen mit chinesischer Beteiligung in der ersten Hälfte des Jahres zählte Ginkgo Tree Advisors in einer Analyse für die "Welt am Sonntag".

Insgesamt wurden dabei acht Milliarden Euro gezahlt. Das ist ein gewaltiger Sprung: Im gesamten vergangenen Jahr kauften chinesische Unternehmen nur für 900 Millionen Euro in Deutschland ein, im Jahr 2014 waren es 1,7 Milliarden Euro. mehr...