Federica Mogherini: "Der Iran bekräftigt noch einmal, dass er niemals Atomwaffen bauen oder

Federica Mogherini: "Der Iran bekräftigt noch einmal, dass er niemals Atomwaffen bauen oder erwerben will." - Bild: EU

Eine sichtlich zufriedene EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sprach am Dienstag in Wien von einem historischen Tag. “Weil wir die Bedingungen schaffen, Vertrauen aufzubauen, ein neues Kapitel in unseren Beziehungen aufzuschlagen”, sagte Mogherini zum Abschluss der Marathongespräche.

Die Italienerin sieht durch den Vertrag die Mullahs an die friedliche Nutzung der Kernkraft gebunden. “Der Iran bekräftigt noch einmal, dass er niemals Atomwaffen bauen oder erwerben will”, erklärte Mogherini.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier war ebenfalls sichtlich gelöst. “Vielleicht senden wir mit dieser Einigung ein Signal der Hoffnung den Kräften des Chaos im Mittleren Osten entgegen”, meinte der SPD-Politiker. Sollte sich Teheran nicht an die Vereinbarungen halten, “dann besteht die Möglichkeit, zum Sanktionsregime wieder zurückzukehren”, betonte Steinmeier.

Im Gegenzug für den Verzicht auf die Atombombe bekommt der Iran wirtschaftlich wieder Luft zum Atmen, indem der Westen die Sanktionen nach und nach lockern wird. Die deutsche Industrie verspricht sich davon eine Verfünffachung der Exporte in das Land mit 80 Millionen Einwohnern.

Scharfe Ablehnung aus Israel

Scharfe Ablehnung des Abkommens kam hingegen aus Israel. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nannte das Abkommen einen “historischen Fehler”. Das in das Land fließende Geld werde das Regime nutzen, um seine aggressive Politik im Nahen Osten fortzusetzen und seinen Einfluss auszubauen, befürchtet Netanjahu.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke