Sigmar Gabriel

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (li.) will sich "ganz persönlich um die Frage kümmern, wie Regularien aussehen müssten, die der Stahlindustrie in Deutschland eine gute Zukunft sichern. - Bild: Bundesregierung/Schacht

Die Fragen, die dabei geklärt werden müssten, seien auf europäischer Ebene angesiedelt und da würden sie verfolgt, erklärte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums am Mittwoch in Berlin. Er verneinte damit auch die Frage, ob neue Subventionen für deutsche Stahlkocher geplant seien. Gleichzeitig betonte der Sprecher die Bedeutung des Themas für das Ministerium.

Minister Sigmar Gabriel (SPD) kümmere sich "ganz persönlich um die Frage, wie Regularien aussehen müssten, die der Stahlindustrie in Deutschland eine gute Zukunft sichern", sagte Ministeriumssprecher Andreas Audretsch. Die Stahlindustrie in Deutschland sei eine "zentrale Industrie, ein sehr zentraler Wirtschaftszweig", der auf andere Branchen ausstrahle.

Schreiben an die EU

Gabriel habe sich bereits Anfang Februar in einem gemeinsamen Schreiben mit anderen Wirtschaftsministern etwa aus Frankreich, Italien, Großbritannien und Belgien an die EU-Kommission gewandt, erklärte Audretsch. Der Minister habe darin appelliert, die auf europäischer Ebene bereits vorhandenen Möglichkeiten tatsächlich auch anzuwenden "um faire Wettbewerbsbedingungen in der Stahlbranche herzustellen."

Gabriel sei sehr für einen globalen Wettbewerb, aber dieser müsse fair gestaltet sein. Diesbezüglich gebe es "auf den internationalen Stahlmärkten, gerade auch was die Überkapazitäten in China angeht, im Moment durchaus Schwierigkeiten", sagte Audretsch.