Ulrich Grillo BDI

Ulrich Grillo: "Ehrgeizige Klimapolitik darf für Unternehmen kein Wettbewerbsnachteil sein." - Bild: Koch, CDU/CSU-Bundestagsfraktion

"Die Weltklimakonferenz in Paris entscheidet darüber, ob unsere Industrie konkurrenzfähig bleibt. Ehrgeizige Klimapolitik darf für Unternehmen kein Wettbewerbsnachteil sein", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin.

Er sprach sich für weltweit verbindliches Abkommen aus, dass auch Schwellenländern wie China verpflichtende Ziele setzt. Dazu müsse die Zweiteilung in Industrie- und Entwicklungsländer überwunden werden. Bisher gelten zum Beispiel für China und Indien international nur Absichtserklärungen zum Klimaschutz. Beide Länder zählen aber zu den Top 5 der Staaten mit dem höchsten Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid.

Die aufstrebenden Mächte begründeten ihren Sonderstatus stets damit, dass sich ihre Wirtschaft erst entwickeln müsse und die alten Industriestaaten historisch für die meisten CO2-Emissionen verantwortlich seien.

In den kommenden beiden Wochen soll von den Staaten der Welt in Paris ein international gültiger Vertrag ausgehandelt werden, der das Kyoto-Protokoll ablöst. Die Erderwärmung soll damit auf 2 Grad begrenzt werden.